Feuerwehrleute auf Suche nach kurzen Wegen zum Löschwasser

Eine Karte, die auch digitalisiert wurde, zeigt, dass im Brandfall alle Ortsteile von Wechselburg genügend Wasser haben. Das war nicht immer so. Auch jetzt gibt es Verbesserungsbedarf.

Wechselburg.

Lange Zeit ist der Wechselburger Ortsteil Meusen in Sachen Löschwasserversorgung ein Sorgenkind in der Gemeinde Wechselburg gewesen. Der dortige Teich, ein sogenannter Himmelsteich ohne Zufluss und nur von Regen gespeist, war immer wieder verschlammt, zugewachsen und ausgetrocknet. Das hat sich durch eine Sanierung in diesem Jahr geändert: Der Teich erhielt einen Betonboden und Betonränder sowie einen Ablauf und wurde neu gefüllt. Außerdem wird jetzt auch Oberflächenwasser in ihn geleitet. "Ich bin froh, dass die Löschwasserversorgung dort nun wieder gesichert ist", sagt Bürgermeisterin Renate Naumann (CDU).

Wie die beiden Wehrleiter der Gemeinde - der der Freiwilligen Feuerwehr Wechselburg, Ingo Lose, sowie der von Nöbeln, Ullrich Eichler - erklären, gilt das für alle Wechselburger Ortsteile. Das habe ein Ausmessen des Gemeindegebietes ergeben.

"Laut Gesetz muss aller 300 Meter Luftlinie eine Löschmöglichkeit vorhanden sein", erklärt Eichler. Die erstellte beziehungsweise überarbeitete Karte, die ein Kamerad auch digitalisiert habe, zeige, dass dies erfüllt ist. Jeder Ortsteil habe einen oder mehrere Teiche beziehungsweise Zisternen, Hydranten oder die Mulde als Wasserspender.

Trotzdem hätten es die Wehrleiter gern, wenn in Altzschillen ein zweiter Teich hinzukäme, etwa in der Mitte des Ortsteils. Bislang existieren dort ein Teich und eine offene Wasserstelle an der Mulde (auf der abgebildeten Karte gekennzeichnet als Quadrat mit einer Wellenlinie), eine angelegt Saugstelle (roter Punkt) sowie Hydranten (Quadrat mit blauem Punkt). Um von den Wasserstellen bis in jeden Winkel des Ortsteils zu kommen, ist aber teils eine weite Wegstrecke zu überwinden. Es muss also entsprechend ein Schlauch, der bei den Wehren in ausreichender Länge vorhanden ist, gekoppelt werden. "Mit einem weiterem Teich könnten wir die Löschwasserversorgung im Ortsteil Altzschillen verbessern, weil wir durch kürzere Wege schneller und damit effektiver wären", erklärt Ingo Lose.

Doch der Wunsch der Wehrleiter ist nicht einfach umzusetzen. "Die Gemeinde besitzt dort, wo ein Teich sinnvoll wäre, kein Land", erklärt Bürgermeisterin Naumann. Es werde also geprüft, ob jemand Land verpachtet oder verkauft, auf dem ein Teich oder eine Zisterne gebaut werden könnte. "Wir suchen nach einer Möglichkeit", so Renate Naumann. "Insgesamt können wir aber mit der Lage, so wie sie jetzt ist, sehr zufrieden sein."

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