Förderverein will Großprojekt Sportzentrum voranbringen

Um ein Bauprojekt am Geringswalder Waldsportplatz stemmen zu können, bündeln die Geringswalder ihre Kräfte. Man hofft auf weitere Unterstützer.

Geringswalde.

Er könnte Fußballern, Keglern, Schützen und anderen Vereinen als Sportstätte und Stützpunkt für Treffen oder Weiterbildung dienen - ein Gebäudekomplex, den Geringswalder Sportler am Waldsportplatz planen. Das Vorhaben, für das mehr als eine Million Euro an Investitionskosten kalkuliert werden, soll organisatorisch durch einen Förderverein gestemmt werden. Die Gründung des Vereins wurde am Donnerstagabend der vergangenen Woche bei einer Zusammenkunft in der Gaststätte "Karpfenschänke" beschlossen.

Vorstandssprecher ist Andreas Wagner, der von Frank Wagenbichler vertreten wird. Günter Busch agiert als Kassenwart, Schriftführer ist Mike Leye. Ferner arbeiten Mirko Eschner, Hendrik Fischer, Hans Marschner und Udo Nestler in dem Gremium mit. Der gewählte Vorstand könne um noch fünf Mitglieder erweitert werden, sagte Wagner. Er denke dabei etwa an Vertreter aus dem Kulturbereich und Manager für den IT-Sektor. In der aktuell nur mit Männern besetzten Runde seien zudem noch Frauen willkommen.

Ab sofort können sich Privatpersonen wie Vereine als Mitglieder in den Förderverein Sport und Kultur Geringswalde eintragen lassen. Versammlungsleiter Hans Marschner verdeutlichte: "Der Förderverein ist nicht dafür da, den Vereinen die Arbeit abzunehmen oder ihnen das Wasser abzugraben. Es geht einzig um die Bündelung von Kräften für das Großprojekt Sportzentrum."

Benjamin Kahlert vom Kreissportbund Mittelsachsen begleitet das Projekt schon länger. "Wenn es um so hohe Summen geht, braucht man für die Finanzierung eine Art Schirmherrschaft." Hier im ländlichen Raum sei ein Förderverein die einzige Möglichkeit, das Sportzentrum in vielen kleinen Schritten finanzieren zu können und die nötigen Kontakte zu knüpfen.

"Das, was wir vorhaben, ist nicht mehr zurückzudrehen", hielt Andreas Wagner fest. "Wir brauchen dazu Firmen, Privatpersonen und auch eine Aufbruchstimmung." Die wolle man auch bei einer geplanten Einwohnerversammlung vermitteln.

Für den Verein müsse eine Möglichkeit geschaffen werden, sich treffen zu können. Wagner schlug die im Ratsgebäude untergebrachte ehemalige Gaststätte "Ratskeller" zur Überbrückung vor, bis am Sportplatz entsprechende Räume zur Verfügung stünden. Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) sicherte in der Versammlung Unterstützung zu. "Und was die Nutzung des Ratskellers betrifft, sollten wir ins Gespräch kommen", sagte er. Derzeit würden die Räume vom Schachclub und dem Ganztagsunterricht der Grundschule genutzt. Müsse in das Lokal investiert werden, sei der Stadtrat gefragt.

"In Geringswalde dürfen nicht nur die Lichter ausgehen", sagte Marschner mit Blick auf Geschäftsschließungen am Jahresende. "Stattdessen sollten Scheinwerfer angehen. Schaut auf diese Kleinstadt", wandelte der langjährige Chef des Leichtathletik- und Wandersportvereins eine populäre Äußerung des einstigen Berliner Oberbürgermeisters Ernst Reuter ab.

Die Informationsveranstaltung zu Zielen des Fördervereins und dem Projekt Sportzentrum findet am 29. Oktober in der Aula der Diesterweg-Grundschule am Lutherplatz statt. Beginn ist 19 Uhr.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.