Frankenberg gibt Chemnitz einen Korb

Stadträte lehnen Kooperationsvereinbarung zu Gesundheitszentrum ab

Frankenberg.

Mit großer Mehrheit und in namentlicher Abstimmung haben sich Frankenbergs Stadträte gegen den vorliegenden Kooperationsvertrag zur Errichtung des Gesundheitszentrums gemeinsam mit der Poliklinik Chemnitz gGmbH entschieden. 15 Mal Ja bei vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen nannte Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) eine "deutliche Absage an die Kooperationsvereinbarung".

Gleichwohl begrüßte der Frankenberger Stadtrat grundsätzlich die Zusammenarbeit mit den Chemnitzern zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung in der Stadt. Bürgermeister Firmenich wurde zugleich beauftragt, ein Konzept vorzulegen, das sich wieder an den ursprünglichen Planungen für ein Gesundheitszentrum Frankenberg orientiert. In diesem sollen Allgemein- und Fachärzte in gemeinsamer Trägerschaft praktizieren. Es solle eine Erstversorgung über die üblichen Sprechzeiten hinaus angeboten werden. Auch Telemedizin solle dort stattfinden.

Nach Anträgen der Freien Wähler und der CDU sprach sich eine Mehrheit außerdem dafür aus, die Kosten für den Abriss aller drei Flügel des alten, inzwischen städtischen Krankenhauskomplexes in der August-Bebel-Straße 15 feststellen zu lassen. In der Stadtratssitzung am 9. September soll dann über den Abbruch von Ost- und Nordflügel sowie gegebenenfalls auch des OP-Trakts (Südflügel) entschieden werden. (dahl)

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