Frauenpower hinterm Lenkrad

Das Traktoren- und Oldtimertreffen in Breitenborn ist jedes Jahr ein Zuschauermagnet. Die Maschinen zu präsentieren, ist dabei nicht nur eine Männerdomäne.

Breitenborn.

Mehr als 160 historische Schlepper und dazu noch etwa 50 Oldtimer-Fahrzeuge und -Motorräder sind am Samstag beim 16. Traktoren- und Oldtimertreffen in Breitenborn präsentiert worden. Mehr 1000 Besucher ließen sich das nicht entgehen, schauten sich die Maschinen an und kamen mit den Besitzern ins Gespräch.

Unter diesen befanden sich auch Frauen. Eine von ihnen war Sandra Kästner aus Breitenborn. Die achtzehnjährige Gymnasiastin ist schon von klein auf beim Treffen dabei, früher als Beifahrerin beim Opa, jetzt mit dem eigenen Traktor. "Es fetzt einfach! Das Tolle ist, dass das Fahren mit einem alten Schlepper einfach noch Arbeit ist." Und zur Arbeit werden die insgesamt sieben Schlepper der Familie, darunter auch ihr IHC 624 S (Baujahr 1971), regelmäßig eingesetzt. Dies konnten auch Besucher des Treffens erleben. Mancher Fahrer ließ es sich nicht nehmen, auf einem angrenzenden Feld ein paar Furchen zu ziehen. Seine ganze Kraft zeigte dabei auch der größte Traktor des Treffens, ein K 700. Die meisten der Schlepper nahmen auch an der Rundfahrt teil - zur Freude der Besucher, die am Gelände ein richtiges Spalier bildeten.


Noch nicht an der Ausfahrt teilnehmen durfte Lukas Andrä mit seinem Kramer KA15 von 1957. Der Zwölfjährige war einer der Jüngsten mit eigenem Fahrzeug. Auf öffentlichen Straßen und Wegen darf er aber noch nicht fahren. "Es macht riesigen Spaß", sagte er. "Ich freue mich jetzt schon darauf, beim Korso mitzufahren, wenn ich mit 16 den Führerschein habe."

Richtig gut gefiel das Treffen Julia Heinz aus Hamburg. Sie kam im letzten Jahr durch Freunde das erste Mal nach Breitenborn. "Es ist toll hier, ein richtiges Familienfest", fand sie. Zum ersten Mal dabei war Reinhard Richter, mit 82 Jahren einer der ältesten Teilnehmer. Er kam mit seinem 39er Lanz Bulldog von Colditz in den Rochlitzer Ortsteil.

Hauptorganisator Udo Gotthardt zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. "Ich freue mich sehr, dass trotz des Regens am Vormittag wieder so viele Besucher gekommen sind", sagte er. Das ganze Dorf sei auf den Beinen gewesen, um dafür zu sorgen, dass alles funktioniert. "Ich danke allen Helfern ganz herzlich für ihren Einsatz. Es war viel Arbeit, aber sie hat sich gelohnt", freute er sich über den Erfolg.

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