Früher Schulschluss dank Sommerhitze

Heißes Sommerwetter steht bevor. Ob Schüler in Klassenzimmern schwitzen müssen, entscheiden die Schulleiter.

Penig/Rochlitz.

Die Meteorologen haben vorausgesagt, dass es nächste Woche Temperaturen bis über 30 Grad Celsius geben soll. Deswegen planen einige Schulen der Region, hitzefrei zu machen.

Die Schulleitung des Freien Gymnasiums in Penig teilte mit, dass dort bereits nach Hitzeplan unterrichtet wurde. Das bedeute, dass die einzelnen Unterrichtsstunden auf 30 Minuten gekürzt werden. Ob es verkürzten Unterricht geben wird, entscheide die Schulleitung anhand des Wetterberichts am Vortag. Ähnlich läuft es an den Gymnasien in Burgstädt, Mittweida und Rochlitz.


Die Schüler der Grundschule in Erlau hatten auch schon hitzefrei. Dabei entscheidet die Schulleitung anhand der Außentemperaturen am Vormittag. Fast genauso handhabt es die Schulleitung der Evangelischen Werkschule in Erlau, mit dem Unterschied, dass die Schüler schon ab 11.40 Uhr gehen dürfen. Die Grundschule in Langenleuba-Oberhain berichtete, dass die Schüler dieses Jahr noch kein hitzefrei hatten. Allerdings habe die Schulleitung vorgesehen, die Kinder nächste Woche nach der fünften Stunde nach Hause gehen zu lassen.

Andererseits gibt es auch Schulen, die kein hitzefrei machen. Zum Beispiel lässt die Evangelische Oberschule in Lunzenau die Schüler nicht eher gehen, da die Lehrer die Verantwortung über die Schüler übernehmen, so die stellvertretende Schulleiterin Annett Tomoscheit. Die Schulleiterin Gisela Jenichen der Evangelischen Grundschule im Rochlitzer Land ist derselben Meinung. Die Grundschule besitze ein grünes Klassenzimmer, einen extra angelegten Platz im Freien, den die Schüler und Lehrer bei Hitze zum Unterrichten nutzen können. Das Gymnasium in Rochlitz unterrichte nächste Woche nicht nach Hitzeplan, da viele Klassen auf Klassenfahrt sind, sagte der stellvertretende Schulleiter Pascal Kühn.

Generell ist jede Schule selbst dafür zuständig, ob sie einen Hitzeplan einführt oder ob es hitzefrei gibt. Die Schulen seien nicht verpflichtet, die Schüler eher gehen zu lassen, so Lutz Steiner vom sächsischen Landesamt für Schule und Bildung.

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