Fünf Kandidaten bewerben sich um Peniger Chefsessel

Der Wahlausschuss hat am Dienstagabend bestätigt, wer zur Bürgermeisterwahl am 20. September auf der Liste steht. Zuvor werden sich die Bewerber auf einem Forum der "Freien Presse" vorstellen.

Penig.

Jetzt steht es fest: Wenn in Penig am 20. September ein neuer Bürgermeister gewählt wird, dann werden sich vier Männer und eine Frau um den Chefsessel bewerben. Der Gemeindewahlausschuss hat am Dienstagabend bestätigt, wer auf dem Wahlzettel stehen wird und sich der Wählergunst stellen darf. Ursprünglich sollte die Wahl bereits am 7. Juni stattfinden. Wegen der Coronakrise musste sie jedoch verschoben werden.

Ins Rennen gehen Mike Tauchmann von den Unabhängigen Bürgern für Penig, Ronny Wiehl von den Freien Wählern, André Wolf von der CDU sowie die parteilosen Einzelkandidaten Michael Jahn und Romy Möbius. Während Tauchmann, Wiehl und Wolf keine Unterstützungsunterschriften für ihre Kandidatur sammeln mussten, da sie einer aktuell im Stadtrat vertretenen Partei oder Wählervereinigung angehören, waren Jahn und Möbius darauf angewiesen, dass mindestens 60 Befürworter im Rathaus für sie ihre Unterschrift leisten. Das war ihnen gelungen. Schicksalhaft gestaltete sich der Wahlkampf jedoch für den bisherigen sechsten Mitbewerber, den FDP-Mann Olaf Horn. Seine Partei ist zurzeit nicht im Stadtrat präsent. Also musste auch er auf Stimmenfang gehen und konnte noch bis zum Stichtag, dem 16. Juli, hoffen. Wäre es beim ursprünglichen Wahltermin geblieben, hätte er mit auf der Liste gestanden, da er die 60 Unterschriften beim ersten Mal zusammenbekommen hatte. Für die verschobene Wahl, bei der das Prozedere noch einmal komplett wiederholt werden musste, klappte es allerdings nicht mehr mit der notwendigen Anzahl an Unterschriften. Für ein kurzes Statement war Olaf Horn am Dienstag nicht zu erreichen.

Angesichts der seit Dienstagabend feststehenden Kandidatenliste erwartet die Peniger ein spannender Wahlsonntag. "Denn wer mehr als 50 Prozent der Stimmen holt, gilt als gewählt", erläutert Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt das Prozedere. Kommt ein solches Ergebnis am 20. September nicht zustande, so wird es am Sonntag, dem 11. Oktober, einen zweiten Wahlgang geben, bei dem derjenige oder diejenige gewinnt, der/die die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann. Der langjährige Peniger Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU), der seit April 1993 die Geschicke der knapp 9000 Einwohner zählenden Kleinstadt lenkt, hatte auf eigenen Wunsch um ein vorzeitiges Ende seiner Amtszeit gebeten.

Bürgermeisterwahl: Die "Freie Presse" veranstaltet am Freitag, dem 4. September, 18.30 Uhr, im Peniger Kultur- und Schützenhaus ein Bürgerforum, bei dem sich die fünf Kandidaten den Fragen des Moderators und der Gäste stellen werden. Fragen können ab sofort per Mail geschickt werden an die Adresse: red.rochlitz@freiepresse.de. Beiträge zur Bürgermeisterwahl findet man online unter www.freiepresse.de/penig

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.