Fußballspieler hoffen auf Geld aus Brüssel

Weil der Sportplatz in schlechtem Zustand ist, wollen einige Gegner des SV 94 Geringswalde nicht mehr dort antreten. Nun steht zur Sanierung eine Finanzspritze in Aussicht. Auch für eine Kindereinrichtung ist Hilfe in greifbare Nähe gerückt.

Geringswalde.

Mike Leye, Vereinschef des Geringswalder Fußballclubs SV 94, hatte zwar gehofft, mithilfe von Fördermitteln der Europäischen Union das Spielfeld am Waldsportplatz herrichten zu können. Dass dem Verein nun rund 13.000 Euro für das Projekt in Aussicht stehen, hat ihn und seine Mitstreiter allerdings positiv überrascht. "Jetzt kann endlich etwas Fundiertes gemacht werden", sagt er.

In der Vergangenheit hatten die Mitglieder des SV 94 selbst Hand angelegt und den Platz gesandet, vertikutiert, frisch eingesät und eine Walze ausgeliehen, um den Boden zu ebnen. Denn es sei mehrfach vorgekommen, dass sich Gastmannschaften aufgrund von Sicherheitsbedenken geweigert hätten, anzutreten. "Inzwischen spielen wir in der Kreisoberliga, der höchsten Spielklasse innerhalb des Landkreises", betont Leye. Da ginge der jetzige Sturzacker gar nicht. Leye und seine Mitstreiter hoffen nun auf grünes Licht vom Landratsamt als Fördermittelgeber.

Zugleich wird es wohl in der Kindereinrichtung "Regenbogen" im Geringswalder Ortsteil Neuwallwitz vorangehen können. Den Erweiterungsbau, den die Geringswalder Bau- und Gebäudeverwaltung als Eigentümer plant, bedachte der Koordinierungskreis des Vereins Sachsenkreuz Plus mit etwa 135.000 Euro. Auch in diesem Falle hat das Landratsamt das letzte Wort. Geplant ist der Umbau der benachbarten einstigen Fahrzeughalle der Feuerwehr zum Sportraum. Zudem könnten die Kinder von einem zusätzlichen Raum profitieren, der bislang von der Löschgruppe genutzt wurde.

Insgesamt sind während der jüngsten Sitzung des Gremiums des Vereins Sachsenkreuz 15 Projekte mit einem Umfang von rund 1,4 Millionen Euro positiv bewertet worden, teilte Daniel Masiak vom Büro für Städteplanung und Regionalentwicklung "Planer-Netzwerk Planet" mit. Das Büro begleitet Antragsteller fachlich und unterstützt sie beim Prozess der Beantragung. So erhielten laut Masiak auch Vorhaben aus Döbeln, Großweitzschen, Hartha, Leisnig, Lichtenau und Waldheim ein positives Votum und damit gute Aussichten auf Gelder aus EU-Fördertöpfen. "In der Hauptsache geht es um die Sanierung und Wiederbelebung historischen Wohnraumes, Straßenbau oder Projekte auf touristischem Sektor."

Der nächste Aufruf für die Vergabe von Fördermitteln startet am 2. September. "Bis zum 9. Oktober können dann wieder Projekte eingereicht werden", so Masiak. Vergeben werden sollen rund zwei Millionen Euro. Wer davon profitiert, soll Anfang November entschieden werden.www.sachsenkreuzplus.de

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