Gärtnermeister erwartet Fest der Farben

Der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn lässt auf der Landesgartenschau in Frankenberg Blumen blühen. Die "Freie Presse" begleitet ihn und sein Team durch die Veranstaltung.

Geringswalde/Frankenberg.

Die weiße Pracht ist weitestgehend verschwunden. Für den Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn erwies sich die stellenweise 30 Zentimeter dicke Schneeschicht auf seinen Pflanzflächen im Areal der Landesgartenschau in Frankenberg als Segen. "Kahlfrost kann sich verheerend auswirken. Gerade bei größeren Anpflanzungen ist der Gärtner dann fast machtlos." So hätten die im Herbst gepflanzten 65.000 Narzissen- und Tulpenzwiebeln von dem Schnee vor allem in eisigen Nachtstunden profitiert. "Denn jetzt, mit steigenden Temperaturen, lugen schon etliche grüne Spitzen aus dem Erdreich, und nun geht es sichtbar voran", sagt Falk Horn.

Mit weiteren Pflanzungen will der Gärtnermeister noch warten. Das ist für etwa Mitte März geplant. "Dann kommen zusätzlich Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Anemonen auf die Flächen, sodass das gesamte Ambiente zu einem Fest der Farben wird."

Indes gehen die Arbeiten für die Blumenschauen in den Hallen in die entscheidende Phase. Für die fast zwei Dutzend Themen, die von April bis Oktober bei der Landesgartenschau gezeigt werden, will sich auch der Geringswalder Gärtnermeister mit etwa sechs Präsentationen anmelden. "Für die Halle bewirbt man sich gesondert", sagt er. Ideen habe er viele. Die reichen von einer Schau, in der die Duftblatt-Pelargonie dominiert, über Kräuter bis hin zu Falk Horns Domäne, der Vielfalt seiner Inka-Lilien-Züchtung. "Die Gäste der Schau erwarten üppige Blüten und das Besondere. Darauf arbeiten wir hin." Dass die Nächte dann angesichts der vielen Arbeit kurz ausfallen werden, weiß der Geringswalder. "Ab- und Aufbau sind im Programm minutiös geplant. Bis abends um sechs muss die abgelaufene Schau verschwunden sein, dann geht es ans Präsentieren des neuen Themas, und das solange, bis alles fertig ist."


Tipp: Mit Pressekarte günstiger

Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten, so auch die Auftritte von Firebirds (22. April), Rudy Giovannini (12. Mai), Frank Schöbel (4. August) und Gerhard Schöne (11. August).

Einzige Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Pressekarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenfrei mitnehmen. Tickets sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich.

Weitere Beiträge im Internet. www.freiepresse.de/laga2019


Falk Horns Gartentipp

"Jeder gute Gärtner hat zu jeder Jahreszeit im Garten etwas zu tun." Davon ist der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn überzeugt. Für Hobby-Gärtner hat er viele Tipps parat. Im Februar: Obstbäume beschneiden und Saftwaage bilden.

Die aktuelle Witterung bietet sich für einen Obstbaumschnitt an, sagt Falk Horn. "Diese Arbeiten bei zu starkem Frost zu erledigen, hat nicht selten zur Folge, dass die frischen Schnittstellen zu stark zurückgefrieren und Frost in den Baum gelangt." Ideal seien Temperaturen, die bei etwa Null Grad oder nur wenig darunter lägen. Weiter sei zu beachten, dass die Schnittstelle am sogenannten schlafenden Auge erfolgt. "Damit ist die gewollte Austriebsstelle gemeint, also der Bereich, an dem der Ast neu austreiben soll", erklärt Horn. Die Hauptäste, die der Gärtner auch als Leittriebe kennt, sollten so beschnitten werden, dass die Kultur nach dem Schnitt eine sogenannte Saftwaage bildet. "Also den Schnitt immer in etwa der gleichen Höhe setzen", empfiehlt der Fachmann. Und: "Die Krone sollte so geschnitten sein, dass man einen Hut hindurch werfen kann. Denn luftige Kronen beugen Pilzbefall vor." Vor allem Apfelbäume litten nicht selten unter sogenanntem Schorf, dem man jetzt mit einem konsequenten Schnitt begegnen könne. (grün)

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