Geringswalde will Hundewiese einrichten

Um den Leinenzwang im Stadtkern durchzusetzen, braucht die Kommune eine Fläche für Freilauf. Noch läuft die Suche nach einer geeigneten Stelle.

Geringswalde.

Einen generellen Zwang, Hunde an die Leine zu nehmen, soll es künftig in Geringswalde zwar nicht mehr geben. Das Stadtzentrum allerdings ist davon ausgenommen. Laut Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) steht die Kommune deshalb in der Pflicht, einen Bereich für das Freilaufen von Hunden zur Verfügung zu stellen. Bereits im Januar hatte Linken- Fraktionschef Robert Sobolewski daher im Stadtrat gefordert, rasch eine sogenannte Hundewiese auszuweisen. Denn zuvor hatte sich in der Sache lange nicht viel bewegt. Und noch immer fehlt es an einer geeigneten Fläche, die dafür infrage kommen könnte.

Gleichwohl wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrates keine favorisierte Variante zum künftigen Standort festgelegt. Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) regte deshalb Stadträte und Einwohner zu einer offenen Debatte und weiteren Vorschlägen an, die im Juni erneut diskutiert werden sollen.

So ist etwa die Wiese westlich des Festplatzes am Großteich bereits im Gespräch gewesen. "Der Vorschlag fiel bei etlichen Anwohnern wegen zu erwartender Hinterlassenschaften schon mal durch", bemerkte Corina Schwarzmüller, Sachgebietsleiterin Allgemeine Verwaltung. Zur Debatte stünde zudem ein Bereich in der Nähe des einstigen Brauhauses an der Brauhausstraße. Denkbar, so Schwarzmüller, sei auch ein Wiesenstück an der Bundesstraße 175, das der Gartensparte "Feierabend" vorgelagert sei. "Das ist zwar gegenwärtig verpachtet, doch der Vertrag könnte aufgehoben werden."

Im Gespräch war an diesem Abend auch das ehemalige Bahngelände in Bahnhofsnähe. Genauso könnte über eine Teilfläche nach dem Abriss der Brache "Simöti" an der Bahnhofstraße nachgedacht werden, bemerkte Geringswaldes Stadtchef. Harald Hofmann (Freie Wähler) brachte das Gelände des Hundesportvereins am Waldsportplatz zur Sprache. "Dort würde kein Autoverkehr stören, und Platz genug wäre auch." Dies schloss Arnold aus. "Das Gelände wird in Absprache mit dem benachbarten Fußballclub vom Hundesportverein genutzt." Jens Weinert (CDU) schlug das Areal an der Arraser Straße vor, auf dem bis vor knapp drei Jahren die einstige Stuhlfabrik Frühauf stand, die nach einem Brand abgerissen worden war. "Bis dort ein Wohngebiet entwickelt wird, wäre die Wiese nutzbar."

Nicht zuletzt brachte die Linksfraktion in einem nachgereichten Antrag den sogenannten Stadtwald am Waldheimer Weg ins Gespräch. Die Bäume auf dem etwa 3500 Quadratmeter umfassenden Areal sind derart geschädigt, dass nur noch das komplette Abholzen infrage kommt. Das hatte der zuständige Revierförster Wolfram Schmidt bereits Anfang 2019 festgestellt. Doch noch stehen die etwa 250 Fichten.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.