Grafiker Eberhard Heinicker verliert Kampf gegen Krebs

Geringswalde.

Eberhard Heinicker hat seinen Kampf gegen den Krebs verloren. Der weit über die seine Heimatstadt hinaus bekannte Diplom-Grafikdesigner starb nach gut vierjähriger schwerer Krankheit am Freitagmorgen. Er wurde 75 Jahre alt. Seine Lebensgefährtin Rosmarie Biewald trägt schwer an dem Verlust: "Mir ist kein besserer Mensch in meinem Leben begegnet." Er habe bis zum Schluss ohne Klage tapfer gekämpft. "Und er war voller Dankbarkeit denen gegenüber, die ihm geholfen haben." Bis ihn in der ersten Septemberwoche die Kräfte spürbar verließen, habe er weiter grafisch gearbeitet.

Nach dem Abklingen des ersten Schubs seines Krebsleidens meldete sich Heinicker 2013 mit Vehemenz ins Leben zurück. Es gehe weiter, verkündete er optimistisch. "Schöpferisch tätig zu sein, heilt vieles. Und die richtige Einstellung dazu", war sich der erfolgreiche Freiberufler und FDP-Stadtrat sicher. Heinicker setzte im Februar ein letztes öffentliches Achtungszeichen seines Schaffens mit der Ausstellung "Schattenlos", für die ihm der Ehrenberger Förderkreis Centro Arte Monte Onore ein Podium bot.

Mit Heinicker werde künftig ein streitbarer Geist in der kommunalpolitischen Landschaft fehlen, ist sich Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) sicher. "Wir haben uns gut verstanden, auch wenn wir mitunter unterschiedlicher Ansicht waren. Und ich habe seine künstlerischen Arbeiten geschätzt, die nachwirken werden." Der zweite VizeRathauschef Thomas Damm (FDP) kannte Heinicker seit Jahrzehnten. "Mit ihm ist für mich ein Freund gegangen."

Heinicker wurde am 3. August 1941 in Geringswalde geboren und absolvierte eine Lehre als Plakatmaler. Von 1964 bis 1967 folgte ein Studium der Gebrauchsgrafik an der Kunstschule Heiligendamm, das er als Diplom-Grafikdesigner abschloss. Heinicker wirkte unter anderem als Dozent an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg sowie der Hochschule Mittweida. (grün)

 

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