Gynäkologie in Leisnig vorübergehend zu

Personalengpass und Baumaßnahmen zwingen zur Schließung. In der Mittweidaer Klinik werden Patientinnen weiter behandelt.

Leisnig/Mittweida.

Werdende Mütter und Frauen mit gynäkologischen Problemen können sich zwischen Weihnachten und Neujahr nicht ans Klinikum Leisnig wenden beziehungsweise dort behandelt werden. "Unser oberstes Ziel ist eine sichere Versorgung von Patientinnen und werdenden Eltern. Aufgrund eines Personalengpasses sowie abschließender Baumaßnahmen ist es uns leider momentan nicht mehr möglich, diese hohen Qualitätsstandards aufrecht zu erhalten", teilte Dr. Yemenie Aschalew, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Helios Klinik Leisnig, mit. Deshalb sei man gezwungen, die Abteilung vorübergehend zu schließen.

Aufgrund der aktuell vielerorts angespannten personellen Situation im Zuge der Corona-Pandemie und der Feiertage sei es trotz vieler Anstrengungen nicht gelungen, das Team kurzfristig aufzustocken, erklärte er weiter. Betroffene Patientinnen und Schwangere würden von der Klinik persönlich informiert und zu weiteren Schritten beraten. Für Patientinnen und Schwangere, die bis zum 15. Dezember aufgenommen werden, sei die Betreuung bis Freitag, 18. Dezember, gesichert.

"Über den akuten Personalengpass hinaus finden gleichzeitig dringend notwendige Baumaßnahmen in unserem Mutter-Kind-Haus statt, die einen laufenden Betrieb erschweren", erklärt Franziska Bell, Klinikgeschäftsführerin der Helios Klinik Leisnig. So werden derzeit die Trinkwasserhauptleitung für Kalt-und Warmwasser in verschiedenen Fachabteilungen des Bautraktes ausgetauscht. Damit sind auch Demontage und Wiedermontage von Brandschutzdeckenelementen, Komponenten der Sprinkleranlage, der Brandmeldeanlage sowie Teile der Elektroversorgung verbunden. Ebenfalls sind entsprechende Tests zur vollumfänglichen Wiederinbetriebnahme notwendig. Diese Maßnahmen sind spätestens Anfang Januar 2021 abgeschlossen, erläuterte Franziska Bell weiter.

Die Mittweidaer Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe indes ist voll arbeitsfähig. "Es ist selbstverständlich, dass wir uns um Patientinnen kümmern, die unsere Hilfe benötigen", teilte Gunnar Fischer, Chefarzt der Klinik, mit. Das heißt, dass Frauen mit stationär behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen und akuten gynäkologischen Erkrankungen in Mittweida jederzeit versorgt werden können.

In der Geburtshilfe stehe aktuell ein Team von zehn Hebammen zur Begleitung von Geburten zur Verfügung. Schwangere mit einem Entbindungstermin in der kommenden Woche oder über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel werden in Mittweida auch ohne den sonst üblichen Geburtsvorbereitungstermin aufgenommen, so Fischer. (bp)

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