Händlerin erkennt in der Krise Chancen

Mut fassen 2020 Madlen Seigerschmidt nutzt Zwangspause für Online-Auftritt

Mittweida.

Angesichts von Umsatzeinbußen bis zu 70 Prozent für ihr Geschäft "Essskulptur" in Mittweida in Folge der Coronakrise hätte Madlen Seigerschmidt allen Grund zum Jammern gehabt. "Das nützt aber nix. Ich versuche, aus jeder Krise etwas Gutes zu ziehen", sagt die Unternehmerin. Und so habe sie die freie Zeit während der vierwöchigen Zwangsschließung des Ladens genutzt, um sich auf das Online-Geschäft zu konzentrieren. Dafür habe sie nach kreativen Lösung gesucht und unter anderem in der Produktion von Videoclips, die als Anschauungsmaterial für ihre Gemüse- und Seifenschnitzkurse dienen, gefunden. Die Resonanz darauf habe sie überrascht, aber auch angespornt. Neben den Schulungsvideos arbeite sie nun auch weiter am Ausbau ihres Online-Shops, der in der Krise auch für andere Geschäfte in Mittweida als Plattform für den Gutscheinverkauf diente. "Ich habe gemerkt, dass viele vor lauter Problemen die Chancen gar nicht sehen", so die Erfahrung der Unternehmerin. Doch die gebe es, obwohl auch für Madlen Seigerschmidt ein weiteres wirtschaftliches Standbein mit den Auftritten auf Messen und in Lebensmittelmärkten weggebrochen ist. Zu den Chancen zählt sie den Versand ihrer Melonendekorationen, der nun auch deutschlandweit möglich sei.

Mit derlei Angeboten ist Madlen Seigerschmidt ein Exot in der Region. Obwohl das Online-Geschäft nun an Bedeutung gewonnen hat, will sie den Laden an der Rochlitzer Straße in Mittweida, wo sie mit zwei Angestellten Schnitzkunst aus Obst, Gemüse und Seife anbietet, weiterführen. Und sollte es eine weitere Zwangspause geben, habe sie schon eine Idee, diese Zeit zu nutzen - für ein Buch-Projekt.

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