Haftbefehl nach Brand in Unterkunft

Verletzte verlassen Krankenhaus wieder

Hainichen.

Nach einem Feuer in der Nacht zum Montag in der Asylunterkunft in Hainichen ist gegen den Tatverdächtigen gestern Haftbefehl erlassen worden.Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Chemnitz. Bei dem vermeintlichen Brandstifter handelt es sich um einen Bewohner der Unterkunft, der sich seit Februar 2016 in Deutschland aufhält. Der Antrag auf Asyl wurde dem 33-jährigen Tunesier abgelehnt, er ist allerdings noch bis Februar 2019 geduldet. "Ich habe dem sächsischen Innenminister geschrieben und ihn gebeten, dass der mutmaßliche Täter nicht wieder nach Hainichen zurückkommen darf", sagte Bürgermeister Dieter Greysinger.

Sowohl der Verdächtige selbst als auch ein Mitarbeiter vom Wachschutz erlitten bei dem Brand eine Rauchvergiftung. Beide konnten inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen, so Cornelia Kluge vom Landkreis. Die geringe Verletztenzahl ist laut Kluge auch auf das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte sowie der dauerhaften Anwesenheit von Betreuungs- und Wachpersonal zurückzuführen. Auch Dieter Steinert, Leiter der Stabsstelle Asyl- und Ausländerangelegenheiten des Landkreises, lobte das Handeln des Wachschutzes. Von der Räumung des Gebäudes waren etwa 60 Bewohner betroffen. (luka)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...