"Hauptmann" läuft erneut in Kino in Chemnitz

Streifen erzählt von Kriegsverbrechen eines gebürtigen Lunzenauers

Lunzenau/Chemnitz.

Willi Herold wurde 1925 in Lunzenau geboren. Er besuchte die örtliche Schule und absolvierte bis zu seiner Einberufung 1943 eine Lehre zum Schornsteinfeger. Als Gefreiter fand er auf der Flucht 1945 eine Hauptmannsuniform. Aus dem Deserteur wurde der "Henker vom Emsland", der Massenerschießungen befahl und sich an ihnen beteiligte. Der Film "Der Hauptmann" zeichnet den Lebensweg des Lunzenauers nach. Er ist kommende Woche Montag, Dienstag und Mittwoch jeweils 20 Uhr im Clubkino Siegmar in Chemnitz zu sehen.

Bereits im September 2017 hatte der Streifen beim Toronto International Film Festival Weltpremiere. Im März dieses Jahres kam er in die deutschen Kinos, im Mai lief er in Chemnitzer Kinos. Gedreht wurde der Schwarz-Weiß-Film von dem in den USA lebenden Regisseur Robert Schwentke 2017 in Polen und Deutschland.

In Lunzenau wusste man von den Dreharbeiten nichts, und da Herold im Alter von 18 Jahren die Stadt verließ, war er dort auch nicht vielen Menschen bekannt. Allerdings recherchierte ein ehemaliger Bürger der Stadt eine Abhandlung über Herold, die er 2002 der Stadt zukommen ließ.

Trailer Den Trailer zum Film können Sie im Internet anschauen, unter diesem Link: www.freiepresse.de/hauptmann

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...