Hochwasserschutz: Weitere Mauer soll Ende April fertig sein

Die Landestalsperren- verwaltung treibt die Bauarbeiten in Penig voran. Rund 20 Millionen Euro werden investiert, um die Muldestadt im Katastrophenfall vor den Fluten zu schützen. Die Entwässerung hinterer Bereiche bleibt aber weiterhin ein Problem.

Penig.

Auch wenn derzeit eher die anhaltende Trockenheit in der Region ein Thema ist, gehen in Penig die Arbeiten an den Hochwasserschutzanlagen unvermindert weiter. Wie Bürgermeister Thomas Eulenberger, zugleich Vorsitzender des Wasserzweckverbandes ZWA, zur jüngsten Stadtratssitzung informierte, steht ein weiterer Teilabschnitt kurz vor dem Abschluss. Ende April soll die Schutzmauer entlang der Mulde zwischen der Papierfabrik Schoeller Technocell und der Firma Elektra Elektroanlagen fertig sein.

Parallel dazu haben inzwischen die Arbeiten am rund 900 Meter langen sogenannten Abschnitt A - vom Parkplatz bis zum Ortsausgang entlang der Firmen Reisewitz Beschichtungsgesellschaft und Metatec Schweißtechnik - begonnen. Mit diesem Vorhaben werde laut Landestalsperrenverwaltung dann die Lücke des Hochwasserschutzes im Bereich der Thierbacher Straße geschlossen. Der letzte Abschnitt soll voraussichtlich im Jahr 2022 fertig sein. Damit sei der Schutz für das Stadtgebiet auf der linken Gewässerseite dann vollständig hergestellt, teilt die Landestalsperrenverwaltung mit. Die Gesamtkosten für alle Hochwasserschutzmaßnahmen in Penig belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Finanziert wird das Gesamtprojekt vom Freistaat Sachsen und von der EU.


Doch bei einem wichtigen Punkt gibt es für den Raum Penig seit über einem Jahr keinen Fortschritt. Wie eine Anfang vorigen Jahres durchgeführte Hochwasserschutz-Übung zeigte, verfüge der ZWA über zu wenige Hochleistungspumpen, die im Flutfall das Wasser aus hinteren Bereichen über die Schutzwände wieder in den Fluss pumpen sollen. Das sächsische Umweltministerium hatte eine 90-prozentige Förderung abgelehnt und den ZWA aufgefordert, für eine 75-prozentige Förderung noch Unterlagen für den Antrag nachzureichen. "Da sind wir noch nicht weitergekommen", sagte ZWA-Technikchef Ulrich Pötzsch am Mittwoch der "Freien Presse". Grund sei, dass der ZWA das Eigenkapital, das dafür notwendig ist, bisher noch nicht generieren konnte.


Flutschutz in Penig - Schutzanlagen auf 2,3 Kilometer Länge - Vier Abschnitte vorgesehen

Hochwasserschutzanlagen: Sie

erstrecken sich in Penig auf insgesamt 2,3 Kilometer Länge. Start für den Hochwasserschutz war im

Januar 2011.

Bauabschnitte: In vier Abschnitten wurden und werden Hochwasserschutzwände aus Stahlbeton, teilweise mit Glasaufsätzen, errichtet. Durchgänge und Straßen, die sich in der Linie der Hochwasserschutzanlage befinden, werden mit Hochwasserschutztoren bzw. mobilen Hochwasserschutzelementen gesichert. Bestehende Ufermauern wurden und werden teilweise erhöht und somit der Hochwasserschutzlinie angepasst.

Ufermauern: Die Schutzmauern haben sichtbare Höhen von 1,20 bis zu 5 Metern. Die Bohrpfahlgründungen reichen bis in eine Tiefe von

8 Metern. (ule)

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