Idee: In alte Turnhalle zieht der Bauhof ein

Geringswalde will eine neue Sporthalle auf dem Gelände der Grundschule bauen. Der Altbau steht dann aber leer. Die Stadt sucht nach Lösungen.

Geringswalde.

Wie geht es weiter mit dem über hundert Jahre alten Bauwerk am Geringswalder Lutherplatz? Noch findet darin Schul- und Vereinssport statt. Spätestens mit der Einweihung des neuen Gebäudes auf dem Gelände der Diesterweg-Grundschule im Herbst hat die Halle ausgedient. Nach zahllosen Debatten und Abwägung der Kosten hatte sich die Kommune entschlossen, neu zu bauen. Möglich wird das durch Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm "Brücken in die Zukunft".

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt des Geringswalder Stadtrates forderte Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) das Gremium auf, Ideen und Vorschläge zur Zukunft der städtischen Turnhalle in die kommenden Sitzungen des Stadtrates mitzubringen. "Wir müssen einen gemeinsamen Nenner finden, wie es weitergeht." Eine von Arnolds Intensionen: Bessere Bedingungen für die Mitarbeiter des Bauhofes. "Die Männer hätten dann eine geräumige Werkstatt. Und ein Großteil des Equipments könnte an einem Ort zusammengezogen werden." Denn dieses sei derzeit über das gesamte Stadtgebiet verstreut untergebracht. Neben dem jetzigen Standort an der Straße Am Klosterbach lagerten Materialien im Flachbau hinter dem einstigen "Haus der Vereine" an der Erich-Zeigner-Straße. "Dort müssen wir ohnehin raus, denn Gebäude und Grundstück sind verkauft", erinnerte Arnold.

Geringswaldes erster Vizebürgermeister Falk Horn (Freie Wähler) wollte wissen, ob sich in der alten Turnhalle auch ein akzeptabler Sozialtrakt und eine beheizte Werkstatt installieren ließen. Das bejahte der Stadtchef und bat zugleich darum, über eine weitere Alternative nachzudenken. Fördermittel vorausgesetzt, könne zum Beispiel am Busbahnhof an der Straße Am Klosterbach eine sogenannte Kalthalle errichtet werden. Der Platz würde es hergeben. Für die Idee konnte sich auch Falk Horn erwärmen. "Eine zentral gelegene Halle mit ebenerdigen Bedingungen wäre besser." Denn die habe der jetzige Turnhallen-Altbau nicht vorzuweisen.

David Rausch (Die Linke) machte sich um die Zukunft des alten Bauwerks Sorgen. "Die Turnhalle am Lutherplatz gehört nun mal zum Stadtbild. Allerdings sehen wir an der einstigen Mittelschule, wie es ohne Nutzung ausgehen kann." Rausch spielte damit auf den Komplex an der Mittweidaer Straße an, für den die Kommune seit Jahren einen neuen Eigentümer sucht. Bislang vergebens. Ein Interessent, der große Pläne mit der Immobilie hatte, sprang 2018 wieder ab.

Die Vermietung der alten Turnhalle wäre für den Bürgermeister auch eine Option. Gleichwohl eine mit Risiken. "Wenn es schlecht läuft, steht dort nach einem halben Jahr alles voller Gerümpel."

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.