In den Ferien kostet der Hort weniger

Wechselburger Eltern zahlen für fünf Stunden, obwohl die Kinder nur etwa vier da sind. Dafür fällt nun eine Pauschale in der schulfreien Zeit weg.

Wechselburg.

Die Schließung der Grundschule in Wechselburg im vergangenen Jahr hat Auswirkungen auf den Awo-Hort. Alle 27 Kinder, die derzeit dort betreut werden, gehen in Rochlitz zur Schule. Aufgrund des Weges von dort nach Wechselburg halten sie sich je nach Schulschluss nur drei bis vier Stunden im Hort auf, die Eltern jedoch bezahlen für eine fünfstündige Betreuungszeit. Das soll sich nun ändern. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen, die Pauschale, die in den Ferien bei einer mehr als fünfstündigen Betreuung anfällt, zu streichen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Eltern angeregt, die Betreuungszeit anders zu regeln, also nur drei oder vier Stunden zu berechnen. Das wäre, wie Kämmerer Christian Schleußner gegenüber der "Freien Presse" erklärte, aber mit einer Verringerung des Personals im Hort einher gegangen. Deshalb hätten sich die Eltern dagegen entschieden. Man habe gemeinsam nach einer anderen Lösung gesucht. Mit dem Wegfall der Pauschale ist diese nun gefunden und ein Ausgleich für in der Schulzeit nicht in Anspruch genommene Betreuungszeit geschaffen worden.

"Wir sind sehr dankbar, dass wir den Kindern diese Zeit geben können und auch den Eltern entgegen gekommen wird", sagte Susan Franke, stellvertretende Leiterin der Einrichtung.

Ein Vorstoß zweier Gemeinderäte, die Elternbeiträge generell zu senken, verlief ins Leere. Die Aussage eines Rates, die Gemeinde sei nicht mehr an das Kindertagesstättengesetz gebunden, wies Schleußner zurück. "Natürlich gilt dieses Gesetz für uns." Demnach setzt sich der Beitrag wie folgt zusammen: Die Eltern zahlen - auf die Betreuung pro Kind heruntergerechnet - mindestens 20 Prozent der Betriebskosten. Vom Land gibt es einen Zuschuss pro Kind, den Rest der Summe trägt die Gemeinde. "Wir sollten zunächst die aktuellen Betriebskosten abwarten und dann entscheiden", so Schleußner.

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