Internet: Geringswalde sagt weißen Flecken den Kampf an

Bis Ende 2021 will Eins Energie unterversorgte Gebiete ans Glasfasernetz anschließen. Ein ambitionierter Plan, wie bei einer Versammlung klar wurde.

Geringswalde.

Das Interesse der Geringswalder am Breitband-Ausbau in ihrer Stadt ist enorm. Geschätzt 400 Frauen und Männer strömten jetzt in die Martin-Luther-Kirche zu einer Einwohnerversammlung, die sich mit diesem Thema beschäftigte.

Bis spätestens Ende kommenden Jahres sollen in Regie des Energieversorgers Eins Energie Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt werden - in Summe immerhin 216 Kilometer. 1100 Haushalte und 100 heimische Unternehmen könnten profitieren. Hierbei handelt es sich um weiße Flecken, sogenannte Adresspunkte, die Übertragungsraten von weniger als 30 MBit je Sekunde erreichen, und für die sich ein Ausbau für ein Unternehmen nicht rechnet. Ermöglicht wird dieser nun durch Finanzspritzen. Auftraggeber ist die Stadt Geringswalde.

"Nach Abschluss der Feinplanungen mit Festlegung der Trassen werden im Mai die Bauleistungen vergeben", kündigte Christin Kießling vom Chemnitzer Bauplanungsbüro C&E Consulting und Engineering an. Im September soll der Tiefbau starten. Das komplette Netz soll ihren Aussagen zufolge bis Ende kommenden Jahres stehen.

Jens Kliemt, Leiter Kommunikationstechnik bei Eins Energie, appellierte: "Auch wer den Anschluss derzeit nicht nutzen will, sollte die Installation bis ins Gebäude vornehmen lassen." Denn nicht nur die Stadt kann dank Fördergeldern beruhigt auf den bevorstehenden Ausbau blicken. Auch die Hauseigentümer müssen für den Anschluss bis ins Haus nichts bezahlen. "Wer später nachrüsten will, muss mit bis zu 5000 Euro an Kosten rechnen", ergänzte Kliemt. Wer sich jetzt für die Technik entscheidet, ist auch nicht verpflichtet, sich später für ein Angebot von Eins Energie zu entscheiden, wie er weiter verdeutlichte.

Einer der Gäste des Abends wollte wissen, was mit den Gebäuden ist, die im Fördergebiet liegen, aber unbewohnt und von den Eigentümern sich selbst überlassen sind. Kliemt betonte: "Wir können nicht in fremdes Eigentum eingreifen." Zudem dränge die Zeit. Einwilligungen von Grundstückseigentümern, sogenannte Gestattungen, sollten deshalb bis 27. Februar an den Betreiber zurückgeschickt werden.

Betreiber Eins Energie bietet Beratungsgespräche am 18. und 25. Februar in der Zeit von 14 bis 18 Uhr im Rathaus an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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