Jugendclub soll Schönheitskur und Schriftzug bekommen

Das Dach ist marode, die Fassade unansehnlich: Am Gebäude, in dem sich die Wechselburger Jugend trifft, muss etwas getan werden. Das hat der Gemeinderat nun auf den Weg gebracht.

Wechselburg.

Dreckige Spuren ziehen sich vom Vordach am Eingang des Jugendclubs an der Fassade entlang nach unten. "Der Übergang zum Dach ist undicht, bei Regen drückt es das Wasser durch. Überhaupt ist der Club von außen alles andere als ein schöner Anblick", sagt Adrian Wild. Der 16-Jährige ist einer der jungen Leute, die regelmäßig den Jugendclub in Wechselburg besuchen. Und wie die anderen Mitglieder freut er sich, dass sich dieser Zustand bald ändern könnte.

Die Gemeinde will das Gebäude, in dem auch der Bauhof untergebracht ist, zu Gesamtkosten von rund 51.000 Euro sanieren. Davon würden anteilig rund 22.500 Euro Kosten auf den Jugendclub entfallen. Dafür, so hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, soll beim Regionalmanagement "Land des roten Porphyr" ein Förderantrag gestellt werden. Bei Genehmigung würde der Zuschuss 70 Prozent, also rund 15.500 Euro betragen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt laut Bauamtsleiter Gerd Welker auf Dach, Fassade und Innenraum.

In diesem haben die Jugendlichen schon allerhand selbst renoviert. "Den größeren der beiden Räume haben wir komplett neu gemacht, also Wände verputzt, gemalert und die Bar neu gebaut. Hinter die ist ein frischer Fliesenspiegel gekommen", zählt Jugendclubchef Philipp Sacher auf. Statt alter Glühbirnen sorgen jetzt ein Lichtschlauch und LED-Spots für die richtige Beleuchtung. Die alten und abgewohnten Möbel seien durch neue gebrauchte Sofas ersetzt worden. Zudem wurde eine Überwachungskamera installiert, die Einbrecher und Dieben abschrecken soll. "Wir freuen uns sehr, dass uns die Gemeinde bei den weiteren Arbeiten unterstützen will", sagt der 23-Jährige.

In der letzten Zeit waren die Jugendlichen laut Maximilian Eichhorn "ständig irgendwie am Werkeln". Er erwähnt auch vermeintliche Kleinigkeiten wie das Anbringen von Stickerleisten auf den Fensterrahmen und an der über der Bar leicht abgehangenen Decke. Ebenso kommen bei seiner Aufzählung die Wünsche der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Sprache. So wünschten sie sich einen Beamer, um - wie zur Fußball-WM mit einem geliehenen Gerät - zusammen Sport oder auch Filme anschauen zu können. Eine große Musikanlage hat der Club. "Doch die ist sicher verwahrt und wird nur bei größeren Festen benutzt", sagt der 22-Jährige. "Wir bräuchten noch eine kleinere, die aber trotzdem genug Power hat."

Was alle gern wollen, ist, dass der Jugendclub von außen auch als solcher erkennbar ist, also einen Schriftzug oder ein Logo an die dann frisch sanierte Fassade bekommt. Bei den Arbeiten würden die Jugendlichen darüber hinaus auch gern mithelfen. "Viele von uns sind in handwerklichen Berufen tätig oder haben sie gelernt, viel kann man auch als Laie machen, zum Beispiel streichen", sagt Maximilian Eichhorn. "Dann bräuchten keine Firmen beauftragt werden und die Gemeinde könnte Geld sparen und es uns zum Beispiel für die Inneneinrichtung oder eine neue Musikanlage geben", fügt Adrian Wild hinzu. Die Älteren bremsen den 16-Jährigen ein wenig, denn sie befürchten, dass es auf diese Weise nicht durch den Richtliniendschungel geht und dann eben eine Förderung wegfällt. Was sie aber betonen: "Wir packen gern mit an."

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