Junge Obstbäume haben Wassermangel nicht überlebt

Seit 2012 begrünt die "Initiative für ein grünes Rochlitz" die Stadt und Umgebung. Doch der zweite trockene Sommer macht vieles zunichte. Die Bäume sterben ab.

Rochlitz.

Mehr als 100 Pflanzarbeiten führten Dirk Stoklossa und seine Mitstreiter in den vergangenen sieben Jahren aus. Seine "Initiative für ein grünes Rochlitz" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität in Rochlitz und Umgebung aufzuwerten, indem sie die Naturlandschaft erhält und pflegt. Die Mitglieder sammeln Müll und organisieren jährlich eine Aktion im Herbst, bei der sie Bäume und Sträucher anpflanzen. Die rund 15 Personen starke Truppe führt die Aktionen in Eigenleistung und mithilfe von Spendengeldern durch.

"In diesem Jahr werden wir sieben bis acht Obstbäume ersetzen müssen", sagt Dirk Stocklossa. Die betroffenen jungen Kirsch- und Apfelbäume hat die Initiative 2017 in der Seelitzer Region angepflanzt. "Zwei heiße, trockene Sommer nacheinander haben den Bäumen so zugesetzt, dass sie eingegangen sind. Die Bäume sind grundsätzlich sehr leidensfähig, aber die Wurzeln waren noch nicht tief genug, um sich mit ausreichend Wasser im Boden zu versorgen", erklärt Stoklossa. "Es ist schon eine große Hilfe, wenn Anwohner in solchen Sommern auch mal die Gießkanne in die Hand nehmen und öffentliche Grünflächen und Bäume gießen", so der Gründer der Initiative.


Aber auch Wildtiere haben sich an den jungen Bäumen zu schaffen gemacht. Harald Lehmann, Mitglied der Initiative, habe im Juli einige Anpflanzungen "verarztet", die sich wieder erholen werden. "Rehe haben die Rinde von den Bäumen runtergefressen. Die Bäume haben wir jetzt gekalkt und mit Bast ummantelt", so der Rentner. Für die nächste Pflanzaktion, die voraussichtlich im November stattfinden soll, benötige die Gruppe vor allem geeignete Flächen. "Wir waren bislang zum großen Teil auf städtischen Flächen tätig, aber wir sind immer auf der Suche nach weiteren Plätzen. Wer also Grund und Boden hat, den er nicht anderweitig nutzt, ist eingeladen, uns zu unterstützen", so Stoklossa.

Wer Bäume auf kommunalen Flächen anpflanzen möchte, braucht eine Genehmigung der zuständigen Gemeinde, erklärt der Rochlitzer Hauptamtsleiter Mario Rosemann. "Auf dem eigenen Grundstück ist laut sächsischem Nachbarrechtsgesetz lediglich die Distanz zu wahren, beziehungsweise sollte man sich an den vor Ort geltenden Bebauungsplan halten", so Rosemann.

Interessenten, die der "Initiative fürein grünes Rochlitz" Flächen zur Verfügung stellen möchten oder bei Pflanzaktionen mitwirken wollen, können sich an Dirk Stoklossa über stoklossa@freenet.de wenden.

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