Kein Geld für schnelles Internet

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Taura ist vorerst auf Eis gelegt. Die Kommune wartet auf die volle Förderung.

Taura.

Schnelles Internet ist in fast allen Ortslagen der Gemeinde Taura verfügbar. Nur Außenbereiche des Ortsteils Köthensdorf sind unterversorgt. Das ergab eine Bedarfsanalyse und ein Markterkundungsverfahren. Das Ergebnis stellte Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

Demnach würde der Breitbandausbau in diesem Gebiet rund 1,5 Millionen Euro kosten. Die Kommune müsste einen Eigenanteil von zehn Prozent der Kosten tragen, sagte Haslinger. Doch die Gemeinde nehme von diesem Vorhaben Abstand, so lange sie dafür Geld investieren muss.

Laut Haslinger plant der Freistaat Sachsen, den kommunalen Anteil durch Zuweisungen auf Grundlage des Finanzausgleichsgesetzes zu kompensieren. Der Gemeinderat Taura verständigte sich darauf, erst dann Fördermittel für den Breitbandausbau zu beantragen, wenn die Kosten zu 100 Prozent gefördert werden.

Taura hatte sich einer Arbeitsgemeinschaft mit der Stadt Burgstädt und den Gemeinden Hartmannsdorf, Mühlau, Claußnitz und Königshain-Wiederau angeschlossen. Ziel sei es, die Grundlage für den weiteren Breitbandausbau zu schaffen sowie Unterlagen für das Beantragen von Fördermitteln zu erstellen, so Haslinger.

In einem ersten Schritt sei ein Planungsbüro beauftragt worden, um eine Bedarfsanalyse und ein Markterkundungsverfahren durchzuführen. Zu 100 Prozent waren die Kosten von der öffentlichen Hand bezahlt worden.

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