Köbefest: Wettergott meinte es mit den Machern zu gut

Der Förderverein des Peniger Naturparks sieht im kleinsten Zoo des Freistaates kein Auslaufmodell. Im Gegenteil: Für die Einwohner ist das Gelände am Rande der Stadt eine kleine Oase.

Penig.

Für Daniel Just und seine Mitstreiter meinte es offenbar der Wettergott gestern zu gut: Obwohl zum Köbefest laut dem Chef des Fördervereins mehrere hundert Gäste vorbeischauten, "waren es weniger als im vergangenen Jahr". Der 40-Jährige begründete das vor allem mit der Hitze. "Das ist aber trotzdem besser als Regen, insofern sind wir mit der Resonanz insgesamt zufrieden", stellte Just klar. Neben Clown Fips sorgten das Akkordeonorchester Penig und Blasorchester Wiederau für die passende Unterhaltung.

Dass bereits um die Mittagsstunde alle Bratwürste verkauft waren, das habe es auch noch nicht gegeben. "Wir wissen eigentlich, was wir so an Getränken, Wurst und Kuchen besorgen müssen", sagte Just. Diesmal sei aber schon am Vormittag das Köbefest sehr gut besucht gewesen. So verwundert es nicht, dass am Ende die Kasse stimmt. "Wir haben die Kosten auf jeden Fall rein", sagt der Vereinschef, der sich schon Gedanken über das 20. Köbefest im kommenden Jahr macht. "Wie wir das Jubiläum gestalten, darüber müssen wir erst noch ausführlich im Förderverein sprechen." Auch soll es dazu Abstimmungen mit der Stadtverwaltung geben. Immerhin sei die Stadt Penig Eigentümer und Betreiber des kleinstes Zoos in Sachsen.

In dem Zusammenhang stellte Just immer wieder klar, dass der Naturpark Köbe mit seinen Tieren und Spielgelegenheiten für die Jüngsten nicht mehr aus der Muldestadt wegzudenken sei. "Mit dem Zoo in Leipzig können wir uns natürlich nicht vergleichen. Und das wollen wir auch gar nicht", betonte Just. Aber das Gelände, das zudem gut für Auswärtige über die neue Leipzig-Autobahn erreichbar ist, sei eine kleine Oase für die Peniger. "Innerhalb der Woche sehe ich sogar Familien, die ihren Picknickkorb auspacken und die Nähe des Waldes genießen."

Unterdessen ist es dem Förderverein gelungen, zwei Personen als Unterstützung für die vielfältigen Aufgaben über ein Förderprojekt zu bekommen - für zwei Jahre. Und nicht zuletzt kämpft der Förderverein gegen den Blutkrebs. So hatten sich während des gestrigen Festes mehrere Personen an der initiierten Typisierungsaktion beteiligt, um später in das Knochenmarkspender-Register aufgenommen zu werden.

www.naturpark-koebe.de


Das sagen die Besucher

Daniela Niesar aus Penig: "Wir sind schon als Kinder gern in die Köbe gekommen. Nun gehen wir mit den Kindern hierher. Das ist unsere Heimat, das muss man unterstützen. Und hier trifft man auch immer Bekannte, Schulfreunde und auch Nachbarn. Ein kleiner Tierpark wie die Köbe ist absolut zeitgemäß."

Ulrich Kästner aus Penig: "Der Naturpark Köbe ist natürlich noch zeitgemäß. Wenn ich hier vorbeikomme, stehen fast immer Fahrzeuge auf dem Parkplatz, sind Besucher in der Köbe unterwegs. Selbst viele Auswärtige halten hier, machen eine Pause oder gehen mit ihren Kindern auf den Spielplatz. Das Ambiente stimmt einfach. Dass kein Eintritt verlangt wird, darüber freuen sich sicherlich viele Besucher." (hö)

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