Kriebsteiner Burgberg-Ausbau: Grundstückspoker hat ein Ende

Der Vertrag ist unterschrieben. Das gibt Hoffnung für den Weiterbau. Für die Entschärfung der Burg-Trasse existiert aber noch kein Zeitplan.

Kriebstein.

Im Frühjahr 2017 soll mit dem Ausbau des 730 Meter langen Teilstücks der Kreisstraße zwischen Talsperren-Großparkplatz und Rittergut begonnen werden. Wie das Landratsamt gestern informierte, haben Landkreis und Freistaat mehrere Grundstücke, die für die Burgberg-Entschärfung benötigt werden, von der bayerischen Firma Karl gekauft. Damit deutet sich ein Fortschritt in der Sache an. Seit Jahren fordern Kriebsteiner einen Ausbau. Doch der lässt weiter auf sich warten. Das Landratsamt kann noch keinen konkreten Termin nennen.

"Dazu sind noch weitere Hürden zu nehmen", erklärte der erste Beigeordnete, Lothar Beier. So soll bis Ende dieses Jahres die Entwurfsplanung stehen, bis Frühjahr 2017 folge dann die Genehmigungsplanung. Damit könne dann der Landkreis ins Planfeststellungsverfahren gehen. Das wiederum sei unumgänglich, weil es sich hierbei um ein spezielles europäisches Landschaftsschutzgebiet handele, das strengen Richtlinien zum Artenschutz unterliege. "Vorher mit den Planungen zu beginnen, war nicht möglich, weil dies vom Verlauf der Gespräche mit der Firma abhängig war", so Beier. Nun sei der Landerwerb besiegelt. Die der Firma Karl abgekauften Grundstücke seien nicht nur für den Burgberg-Ausbau, sondern auch für die Erweiterung von Parkmöglichkeiten an der Burg notwendig.

Da noch unklar sei, wie lange das Planfeststellungsverfahren dauern werde, könne auch noch kein Zeitplan für den Burgberg-Ausbau genannt werden, hieß es gestern aus dem Landratsamt. "Wir hoffen aber, dass alle Akteure und Beteiligten weiterhin an einem Strang ziehen und kooperativ zusammenarbeiten", so Landrat Matthias Damm. Fakt sei jedoch, dass der Bau des Teilstücks der Kreisstraße vom Parkplatz bis zum Rittergut einschließlich Fußweg- und Kanalbau mindestens bis Ende 2017, bei einem frühen Wintereinbruch auch bis ins Frühjahr 2018 dauern kann. Dazu mache sich eine Vollsperrung notwendig. Noch im Oktober soll die Ausschreibung erfolgen.

Bernd Jentsch von der Bürgerinitiative beklagte immer wieder die mangelnde Kommunikation zwischen Landratsamt und den Bürgern. Auch äußerte er mehrfach seinen Unmut darüber, dass ein Gesamtkonzept für den Ausbau der Kreisstraße nicht zu erkennen sei. Beim Thema Gesamtkonzept pflichtet ihm Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler bei. "Es ist traurig, dass es immer wieder nur Stückwerk ist", sagte sie gestern. Andererseits habe sie Verständnis dafür, dass das Landratsamt nicht über jedes Detail, wie beispielsweise über Einzelheiten zur Grundstücksverhandlung, informiert. "Wenn morgen der Straßenbau beginnen würde und wir als Gemeinde das nicht wüssten, wäre ich auch sauer. Aber wenn wir zeitnah über die nächsten Schritte informiert werden, dann ist das aus meiner Sicht okay."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...