Krippenkinder ziehen in Container ein

Der Anbau an der Kita "Sonnenblume" soll im Sommer fertig sein. Doch es gibt Verzögerungen. Das ist aber nicht das einzige Problem.

Burgstädt.

Fasziniert beobachten einige Mädchen und Jungen, wie sich der Kran bewegt. An ihrer Kita "Sonnenblume" an der Friedrich-Marschner-Straße in Burgstädt entsteht ein Anbau. Und vor einigen Tagen haben Bauleute große Container vor der Einrichtung des DRK aufgestellt. Neugierig haben einige mit ihren Eltern schon einmal durch die Fenster geschaut. Kleine Stühle und Bänke sind aufgereiht - quasi eine zweite Kita.

Bald schon sollen 18 Krippenkinder in diesen Mietmodulen betreut werden. Eine Firma aus Coswig hat für rund 28.000 Euro die Containeranlage aufgebaut. Notwendig wird das, weil die Kita mit 72 Kindern voll belegt ist, sagt Leiterin Silvia Jonies. Oftmals sei zu wenig Platz in dem Haus. Für dieses Jahr lägen über 30 Neu-Anmeldungen vor, fügt sie hinzu. Der Anbau könne das Problem lösen. Doch bevor es soweit ist, soll die Container-Lösung greifen. Denn zusätzliche Kindergarten- und Krippenplätze seien jedoch schon jetzt erforderlich. Zurzeit wird der Anbau auf einem Teil des 4500 Quadratmeter großen Außengeländes errichtet.

Eigentlich sollten die Krippenkinder ab Anfang März in den Containern betreut werden. Die Module waren im Februar aufgestellt worden. Aber noch liegt keine Betriebserlaubnis vor. Bürgermeister Lars Naumann nennt die Übergangs-Kita "Sonnenblümchen". Es fehle noch an öffentlich-rechtlichen Genehmigungen, hieß es. Die Baugenehmigung für die Errichtung des Containers sei im Februar 2017 erteilt worden, sagt André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamts. Durch die Bauaufsichtsbehörde sei am 9. März die Benutzbarkeit bescheinigt worden. Wie für jede Kindereinrichtung ist ein Betriebserlaubnisverfahren notwendig, sagt auf Anfrage Susann Meerheim vom Kultusministerium. Für die Containernutzung als Kita gebe es keine gesonderten Vorschriften, ergänzt sie. Der Träger - also das DRK - müsse einen Antrag auf Betriebserlaubnis stellen. Der liege dem Landesjugendamt vor. Heute soll eine örtliche Prüfung erfolgen, so Meerheim.

Mit dem Kita-Anbau soll die Kapazität im Kindergarten- und Krippenbereich erhöht werden. Derzeit gibt es 22 Krippenplätze. Mit dem Anbau werden es 48 sein. Bei den Kindergartenplätzen erhöhe sich die Zahl von jetzt 50 auf 76.

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