Künstlerin verbindet Generationen

Die Leipzigerin Sophie Stephan erzählt Geschichten in Bildern. Diesmal stellt sie das Leben in Geringswalde in den Vordergrund.

Geringswalde.

Was macht das Leben in Geringswalde aus? Haben sich Alt und Jung noch etwas zu sagen? Woran können die Generationen teilhaben? Diese und andere Aspekte will die diplomierte Medienkünstlerin Sophie Stephan in den kommenden Wochen näher beleuchten.

Was der 34-Jährigen dabei in die Hände spielt, ist ihr Heimvorteil. "Meine Großmutter Margitta Geisler ist Geringswalderin, und wir halten engen Kontakt." 1985 in Rochlitz geboren, verbrachte die junge Sophie einen Teil ihrer Kindheit in der Kleinstadt, bevor sie mit ihren Eltern nach Döbeln zog. "Die Ferien verbrachte ich vorzugsweise in meiner alten Heimat. Diese Zeit habe ich geliebt."


Dass die Videografin in ihrer Themenreihe "Meine - Deine Stadt" nun wieder an ihre Wurzeln geht, hat neben der familiären Bindung noch einen weiteren Grund. Der läge in ihrer Neugier auf das ländliche Gepräge der Region. "Mal raus aus Leipzig", bekräftigt sie ihre Flucht aus der Großstadt.

Und die wird sie ab Mitte September noch intensivieren. Denn dann starten regelmäßige Workshops zu ihrem Kunstprojekt. Gewinnen konnte Sophie Stephan dafür Kinder aus dem Hort der Kita "Pfiffikusland" und rund ein Dutzend Senioren. Jeweils mittwochs und donnerstags wollen sich die Gruppen zunächst getrennt voneinander in den Räumen des Begegnungszentrums "Neuer Anker" an der Altgeringswalder Straße treffen. "Ziel ist es, herauszuarbeiten, was an Geringswalde lebens- und liebenswert ist und den Blick für die Schönheiten der Stadt zu schärfen", erklärt Stephan.

In einer konzertierten Aktion, etwa in den Herbstferien, sollen nach dem Strategieplan beide Gruppen mit ihren erarbeiteten Ergebnissen aufeinandertreffen. Was zusammengetragen wurde, soll in eine Präsentation münden, von Videokamera und Fotoapparat akribisch festgehalten. "Es geht um Lebensgeschichten in Bildern", kündigt Sophie Stephan an. "Senioren berichten aus ihrem Leben und geben ihre Erfahrungen an die 'Hort-Generation' weiter."

Das Geringswalder Projekt stellt für die Videografin nur eine Station von vielen dar. Unter dem Motto "Wie wollen wir künftig in Sachsen zusammenleben?" startet sie mit Künstlerkollegen eine Wanderausstellung. www.indieserzeit.de

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