Linienbus geht nahe Penig in Flammen auf

Für mehrere Stunden musste gestern die Richtungsfahrbahn Leipzig der A 72 zwischen Nieder-frohna und Penig gesperrt werden. Offenbar ein technischer Defekt hat zu dem Feuer geführt.

Penig.

Die Rußwolke aus Richtung Autobahn war in der gestrigen Morgendämmerung weithin zu sehen. Etwa 1,5 Kilometer vor der Anschlussstelle Penig war 6.15 Uhr ein Bus des in Mittweida ansässigen Nahverkehrsunternehmens Regiobus in Brand geraten. Die Richtungsfahrbahn Leipzig musste zwischen Niederfrohna und Penig bis gegen 10.30 Uhr voll gesperrt werden. Die Polizei leitete den Verkehr über die Anschlussstelle Niederfrohna nach Penig um. Auf der Umleitungsstrecke kam es vereinzelt zu Staus.

Die Feuerwehren Mühlau und Tauscha waren zuerst am Unglücksort. Dann folgte die Niederfrohnaer Wehr. "Da wir an dieser Stelle der Autobahn zwischen Lochmühlen- und Muldenbrücke nur das Löschwasser zur Verfügung haben, das wir mitführen, wurden noch die Tanklöschfahrzeuge aus Penig und Limbach angefordert", sagte Penigs Gemeindewehrleiter Thomas Cramer. Insgesamt 36 Kameraden und acht Fahrzeuge waren im Einsatz.

Obwohl das mittelsächsische Unternehmen Regiobus den Verlust eines seiner Fahrzeuge zu beklagen hat, so zeigt sich Geschäftsführer Michael Tanne dennoch erleichtert, dass bei dem Brand niemand verletzt worden ist. Denn zum Unglückszeitpunkt war lediglich der Busfahrer an Bord. Er konnte sich in Sicherheit bringen.

"Der Bus befand sich auf der Fahrt vom Depot Hartmannsdorf in Richtung Penig, um den Liniendienst zu beginnen und Fahrgäste aufzunehmen", erklärte Tanne. "Wenn es brennt, dann merkt man das nicht sofort." Auf der Autobahn sei der Busfahrer von Fahrern vorbeifahrender Autos auf eine Funkenentwicklung im hinteren Teil des Busses, wo sich der Motor befindet, aufmerksam gemacht worden. Beim Anhalten auf dem Standstreifen sei der 17 Jahre alte Bus vom Typ Setra durch den Hitzestau schnell in Brand geraten. "In solch einem Fall bleibt trotzdem noch genügend Zeit, um Fahrgäste aus einem Niederflurbus wie diesem zu evakuieren", macht Tanne deutlich. Der Fahrer habe sich somit schnell und problemlos aus dem Bus begeben und die Rettungskräfte verständigen können. Obwohl die Feuerwehr nur wenige Minuten später eintraf, brannte der Bus vollständig aus. Laut Tanne seien Brände dieser Art glücklicherweise selten. "Aber sie passieren halt." Die Polizei beziffert den Sachschaden auf rund 42.000 Euro. Offenbar ein technischer Defekt habe den Brand verursacht.

Laut Landesstraßenbaubehörde Lasuv wurden bei dem Brand der Standstreifen und ein Teil der Fahrspur geringfügig in Mitleidenschaft gezogen. "Es bestehen nur leichte Abplatzungen, die derzeit nicht akut beseitigt werden müssen. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit ist ebenfalls nicht notwendig", erklärte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert.

Sicherungsfahrzeuge der Autobahnmeisterei sowie Fahrzeuge einer beauftragten Reinigungsfirma waren im Einsatz, um die Brandspuren zu beseitigen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...