LMK-Krankenhaus: 15 Millionen für Rochlitz und Mittweida

Mit dem Geld will der Landkreis ein Pflege- und Gesundheitszentrum einrichten und mehr Platz für die stationäre Behandlung von Patienten schaffen. Wann dafür die Bauarbeiten starten, ist aber offen.

Rochlitz/Mittweida.

Ein Pflege- und Gesundheitszentrum in Rochlitz und mehr Platz in Mittweida: Der Landkreis hat für die Weiterentwicklung der kreiseigenen Krankenhausgesellschaft LMK große Pläne. Für deren Umsetzung gibt es jetzt finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Reichlich 15 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds fließen nach Mittelsachsen. Das gab das sächsische Sozialministerium gestern bekannt.

"Die Mittel stehen für die Umwandlung des ehemaligen Standortes Rochlitz und daraus entstehende Konsolidierungsmaßnahmen am Standort Mittweida zur Verfügung", heißt es aus Dresden. Im alten Rochlitzer Krankenhaus, das Ende 2015 geschlossen wurde, ist derzeit ein medizinisches Versorgungszentrum der LMK untergebracht, eine Tagespflege, eine Physiotherapie und eine Röntgenpraxis. Zwei Flure mit Patientenzimmern, die Intensivstation und der OP-Bereich sind ungenutzt. Der Kreis plant, in dem Gebäude ein Pflege- und Gesundheitszentrum einzurichten.Neben einer weiteren Pflegeeinrichtung sollen in den derzeit leer stehenden Bereichen mehrere Ärzte Praxen haben, und auch eine Apotheke soll einziehen. Dafür sind Umbauarbeiten nötig.


Parallel zu diesen Planungen überlegen LMK-Geschäftsführung und Landkreisverwaltung auch, wie es in der Klinik in Mittweida weitergeht. "Wir sind sehr stark ausgelastet", sagte LMK-Chef Florian Claus bei einem Besuch von Landrat Matthias Damm im Rochlitzer Klinikgebäude Mitte März. Schon seit langem ist für die Mittweidaer Klinik ein dritter Bauabschnitt im Gespräch. Dabei sollen die Kapazitäten, die für die Aufnahme und Behandlung von Patienten zur Verfügung stehen, erweitert werden.

Mit dem Krankenhausstrukturfonds fördern Bund und Länder die Neuordnung der deutschen Krankenhauslandschaften. Ziele sind der Abbau von Überkapazitäten und die Konzentration medizinischer Versorgungsstandorte. Mittelsachsen hatte Geld für die Schließung der Klinik in Rochlitz und die Weiterentwicklung des Hauses in Mittweida beantragt. Die Frage, wie die 15 Millionen Euro zwischen Rochlitz und Mittweida aufgeteilt werden, ließ das Landratsamt auf Nachfrage der "Freien Presse" gestern offen. Auch wie das Geld konkret eingesetzt wird und wann mit einem Start der Vorhaben zu rechnen ist, teilte die Kreisbehörde nicht mit und verwies auf ein Pressegespräch mit Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) am Freitag. "Der angekündigte Bescheid ist eine gute Nachricht für die medizinische Versorgung in diesem Bereich des Landkreises. Er ermöglicht wichtige Investitionen an beiden Standorten", so Claus gestern lediglich.

In Rochlitz und Mittweida reagierte man erfreut auf die Fördergeldzusage. "Ich hoffe, dass der Beschluss des Kreistages, in Rochlitz ein Pflege- und Gesundheitszentrum zu etablieren, nun umgesetzt wird. Das ist wichtig für die Stadtentwicklung", sagte der Rochlitzer OB Frank Dehne (parteilos). Der Mittweidaer OB Ralf Schreiber (CDU) sieht in der Zusage ein starkes Signal für die Mittweidaer Klinik und "eine langfristige Perspektive", sagte er. (mit rict)

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