Loch hinter Rathaus: In Rochlitz tut sich der Boden auf

Die Stadt lässt Experten untersuchen, warum sich der Boden gesenkt hat. Im Januar 2018 entdeckte man nach einem ähnlichen Bodeneinbruch einen alten Keller.

Rochlitz.

Ein großes Loch klafft auf dem Gehweg hinter dem Rochlitzer Rathaus. Vor der öffentlichen Toilette ist der Boden eingebrochen. Mitarbeiter des Rochlitzer Bauhofs haben den Bereich am Montagmorgen abgesperrt. Nun wird nach der Ursache des Lochs gesucht.

"Es ist ein Hohlraum entstanden. Große Teile des Untergrunds sind weg", sagte Cornelia Quaas, Amtsleiterin Bauen und Stadtentwicklung, im Rathaus. Mitarbeiter des Abwasserzweckverbandes ZWA seien gestern Morgen bereits da gewesen, um zu untersuchen, ob ein defektes Rohr, aus dem Wasser ausdringt, dafür gesorgt hat, dass sich der Boden senkt. "Das ist aber nicht der Fall", so Quaas. Daher habe man nun die Bergsicherung Freital informiert. Das Unternehmen, das auf Bergbausanierung aber auch Spezialtiefbau, Bohrungen sowie Fels- und Hangsicherung spezialisiert ist, soll den Hohlraum untersuchen. "Danach wissen wir, ob möglicherweise wieder ein alter Keller eingebrochen ist", sagt die Amtsleiterin. Bis dahin werde das Loch kontrolliert. Wenn der Boden weiter nachgibt, müssen wir weiträumiger absperren."


Etwa zu selben Zeit im vergangenen Jahr, Mitte Januar 2018, hatte sich in Rochlitz schon einmal der Boden aufgetan. Damals war der Fußweg am Markt eingebrochen. Daraufhin hat die Freitaler Spezialfirma den Bereich aufgegraben und einen Zugang in die Tiefe geschaffen. In etwa sechs Metern Tiefe stieß man auf einen unterirdischen gewölbeartigen Keller. Er wurde mit Beton gefüllt. Mehr als 100 Tonnen hatten Bauarbeiter im März vergangenen Jahres in das Loch geschüttet.

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