Mehr als ein Tusch für Ehrenamtler

Ohne Menschen, die ihre Freizeit opfern, würde die Gesellschaft nicht mehr funktionieren. Das weiß auch der Landrat, der nun als Dank zum Festempfang des Landkreises einlud.

Freiberg.

Nicht von ungefähr hat der Festempfang des mittelsächsischen Landrats Matthias Damm (CDU) für die ehrenamtlich Tätigen am Mittwoch in Freiberg stattgefunden. Stand er doch im Zeichen des kürzlich verliehenen Welterbetitels für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí. Das brachte auch das Motto der Veranstaltung im Tivoli "Brauchtum pflegen - Traditionen bewahren" zum Ausdruck.

Rund 300 Gäste aus dem ganzen Landkreis waren gekommen, um einen festlichen Abend zu erleben, den das Freiberger Bergmusikkorps Saxonia eröffnete. Darbietungen von Mitgliedern der Musikschule und weiterer Künstler rundeten das Programm ab. Alt-Landrat Volker Uhlig berichtete von der Arbeit als Vorsitzender des Welterbevereins. Amtsnachfolger Matthias Damm sprach allen Anwesenden seinen persönlichen Dank für das Geleistete aus. Ohne sie, sagte Damm zu Gästen, ginge einfach nichts.


Eine, mit der das gesellschaftliche Leben aufblüht

Heiderose Müller aus Geringswalde durfte nicht nur den Ehrenamtsempfang des Landkreises genießen. Die gebürtige Grimmaerin und Mutter zweier erwachsener Kinder nahm

außerdem noch das Mikro zur Hand und erzählte über die Arbeit des Heimat- und Kulturvereins, dem sie seit 24 Jahren angehört und dessen Vorsitzende sie von 2008 bis 2016 war. "Dann habe ich das Amt an Jüngere übergeben", sagte sie strahlend. Der Verein sorgt für das kulturelle Leben im Ort, veranstaltet Konzerte wie kürzlich eines von Rudy Giovannini, bringt Kabarett-Aufführungen auf die Bühne und organisiert den jährlichen Weihnachtsmarkt. Dort hatte Heiderose Müller in der Vergangenheit ihren eigenen Stand "Heidis Kaffeestübchen", in dem sie für den guten Zweck Kuchen verkaufte. (wjo)


Die, die die Geschichten kleiner Leute bewahren

Manuela Neuhaus und Toni Knorr aus Wechselburg vertraten beim Ehrenamtsempfang jeweils einen anderen Verein, auch wenn beide im Ort zusammenarbeiten. Sie ist Vorsitzende des Heimatvereins, dem sie seit 24Jahren angehört. Er ist dort seit 2005 ebenfalls engagiert, ist aber Repräsentant der örtlichen Geflügelzüchter. Die Vereine organisieren das jährliche Marktfest im Sommer, doch geht auf die Zusammenarbeit eine weitere schöne Idee zurück. "Wir gestalten Theaterstücke", erzählte Manuela Neuhaus. "Wir machen aber auch unsere Häuserwanderungen." Dabei werden den Zuhörern die Geschichten der Wechselburger Häuser und vor allem ihrer Einwohner

erzählt. Damit bewahrt man die

Erinnerungen an das Leben der

sogenannten kleinen Leute. (wjo)

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