Milkauer Werkschule verwandelt sich erneut in Baustelle

In Kürze werden Dach und Fassade des Ostflügels erneut. Weil das Haus viele Schüler anzieht, denkt man noch weiter.

Milkau.

Der Förderbescheid liegt auf dem Tisch, im Oktober soll das Vorhaben an der Evangelischen Werkschule in Milkau umgesetzt werden: Am Ostflügel stehen Sanierungsarbeiten an. "Das Dach soll neu gedeckt werden. Die alten Betondachsteine sind verbraucht, konnten bisher nur notdürftig repariert werden. Geplant ist, sie durch Tondachziegel zu ersetzen", sagt Hartwig Reichel, Kaufmännisch-Technischer Leiter der Oberschule, die von einem Verein getragen wird.

Dabei soll auch der Putz an der Fassade ausgebessert werden, und es wird ein neuer Anstrich erwogen. Und am neugestalteten Hauptportal fehlt noch die Türeinfassung. Kosten von 43.000 Euro sind insgesamt angesetzt. Gut 30.000 Euro erhält der Schulverein als Zuschuss aus dem EU-Fördertopf "Leader".

Gewerkelt wird derzeit auch im Umfeld der Schule. Der Bauhof baut - unterstützt durch Eltern - einen Fußweg zu Bushaltestelle, um die Sicherheit der Schüler zu verbessern.

Bereits im vorigen Jahr war ein neuer Schulhof eingeweiht worden, Außenjalousien wurden angebracht und Fassadenteile neu gestaltet. "Die Schule ist einladender geworden und zieht viele Interessenten an", sagt Reichel. Im zweiten Jahr in Folge gebe es in der Klassenstufe 5 zwei Klassen. Für sie wurden jeweils neue Klassenzimmer hergerichtet.

Noch weitere Bauarbeiten könnten folgen. Der Schulverein will eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen. Beleuchtet werden soll, wie man das Gebäude für den kompletten zweizügigen Betrieb umbauen und gestalten kann. Das betrifft zum Beispiel die Essenausgabe, aber auch Werkräume. Räumlich und auch inhaltlich werde über eine neue Struktur nachgedacht. Auch das Thema Barrierefreiheit müsse beachtet werden. "Ohne einen Aufzug ist das nicht machbar", so Reichel.

Im Fokus steht zudem ein weiterer Teil des Schulhofes, der Schulpersonal und dem SV Union Milkau zum Parken dient und der Gemeinde gehört. Der Antrag dafür, die Fläche und die Zufahrt zur Turnhalle zu befestigen, liege beim Landratsamt. Kommt von dort der Förderbescheid, könnte es nach dem Winter losgehen, so Reichel. Gerechnet wird mit Kosten von 117.000 Euro. 32.000 Euro als Leader-Zuschuss sind dem Schulverein in Aussicht gestellt. 14.000 Euro verblieben ihm als Eigenmittel. Die restlichen 71.000 Euro würde die Gemeinde tragen, ebenfalls mit Fördermitteln.

2019 wird das Gebäude 60 Jahre alt, die Werkschule existiert seit zehn Jahren. 23 Lehrkräfte unterrichten 143 Schüler.

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