Mitwanderer ärgern sich über Müll

Die erste Tour durch Zettlitz verbucht der Organisator und Ideengeber Steffen Dathe als Erfolg. Das macht Appetit auf eine Neuauflage.

Zettlitz.

Die Aktion schreit förmlich nach einer Neuauflage. Der Zettlitzer Bürgermeister Steffen Dathe (parteilos) zeigte sich dieser Tage sehr angetan vom Widerhall auf die erste Gemeindewanderung am Sonntag, bei der sich nach seinen Angaben rund 80 Zettlitzer und dazu noch Wanderfreunde aus Geringswalde, Döbeln und Rochlitz eingefunden hatten. Allein zum Start am Zettlitzer Sportplatz früh um neun hätten sich rund 50 Wanderer eingefunden. Als ältester Teilnehmer sei ein 83-Jähriger auf die Strecke gegangen, der Jüngste sei gerade mal sieben Wochen alt gewesen. Bei einer Wiederholung, so Dathe, müssten lediglich kleine Korrekturen im Ablauf vorgenommen werden, ansonsten sei das Konzept aufgegangen. "Auch dank zahlreicher Unterstützer, die Wegzehrung spendeten, oder die Agro AG, die für uns extra eine Koppel frei machte, damit wir die geplante Route gehen konnten."

Aufgrund der heißen Temperaturen im Streckenverlauf der Nachmittagsstunden wurde eine Route dann spontan geändert, um nicht auf glühendem Asphalt gehen zu müssen, sondern im Schatten von Bäumen. "Und das kam gut an."

Dathes Intension: Mit Einwohnern locker und außerhalb strenger Amtsräume ins Gespräch kommen. "Die Diskussionen waren lebhaft, und die Bandbreite der Themen sehr vielfältig", so Dathe. So sei er etwa auf Glasscherben auf dem Gelände des Spielplatzes hinter dem Zettlitzer Sportplatz aufmerksam gemacht worden. Dathe reagierte umgehend. "Der Bauhof war bereits gestern auf dem Gelände und hat das Terrain gesäubert." Ohnehin sei das Thema Müll von etlichen Wanderern angesprochen worden. "Wir haben es immer wieder mit illegalen Ablagerungen von Sperrmüll über Bauschutt zu tun. Tendenz steigend", sagte Dathe verärgert.

Fragen kamen laut dem Gemeindechef vermehrt auch zum Thema Förderschule und deren Zukunft. Denn seit Schulbeginn steht die Immobilie leer, die Förderschüler lernen jetzt im Beruflichen Schulzentrum Rochlitz.

Jana Krüger zeigte sich ähnlich angetan vom Anklang. Die Physiotherapeutin, die einen Großteil der Organisation mit bestritten hatte, betreute die Gruppe derer, die physisch nicht so belastbar waren und sich Strecken um die 25 Kilometer nicht zutrauten. "Dass ich mit dabei war, hat den zehn Wanderern die Angst vorm Laufen genommen. Und es war schön zu sehen, mit welcher Freude sich die vorwiegend Älteren an der Aktion beteiligten und einander viel zu erzählen hatten."

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