Museum setzt auf Bildung und Workshops

Der Förderverein der Freilichtanlage in Schwarzbach erarbeitet ein neues Konzept. Während das auf einem gutem Wege ist, sieht es mit dem Personal schlecht aus.

Schwarzbach.

Einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten des Fördervereins des Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach hat die Vorsitzende Kathrin Minkus in der Ratssitzung der Gemeinde Königsfeld abgegeben. Minkus betonte in der öffentlichen Sitzung am vergangenen Dienstag, dass der Verein mit seinem neuen Konzept auf einem guten Weg sei. Bis Oktober soll dieses fertiggestellt sein.

Das 2000 gegründete Museum, bestehend aus vier historischen Fachwerkhäusern, sollte ursprünglich der Mittelsächsischen Kultur gGmbH übergeben werden, deren alleiniger Gesellschafter der Landkreis ist. Doch die Mitglieder hatten im vergangenen Jahr entschieden, die Freilichtanlage in enger Kooperation mit der Mittelsächsischen Kultur gGmbH selbst weiter zu bewirtschaften. Bislang erhält der Verein dafür 70.000 Euro aus einem EU-Förderprogramm, 30.000 Euro steuert die Gemeinde Königsfeld bei.

"Wir wollen weg vom ausschließlichen Museumsbetrieb", erklärte Minkus. Denn der allein sei kein wirtschaftliches Standbein. Man wolle sich zunehmend auch auf Bildungsangebote und Workshops konzentrieren. "Wir wollen, dass sich das Museum als soziokulturelles Zentrum im Dorf etabliert. Denn ohne die Menschen vor Ort wird es nicht funktionieren." Auch der Museumsladen und die geplante Zweigstelle der Kreisbibliothek in Hainichen seien Teil eines neuen Konzeptes.

"Auf sicheren Füßen werden wir erst in zwei, drei Jahren stehen, aber es passiert viel", führte Minkus weiter aus. Der Verein habe neue und vor allem junge Mitglieder gewinnen können. Zudem habe man die Kooperation mit der Kirchgemeinde in Schwarzbach ausgebaut und zahlreiche neue Veranstaltungen iniziiert, die der Verein weiter etablieren wolle. "Dazu zählt zu Beispiel der bundesweite Vorlesetag, der erstmals im November stattgefunden hat", sagt Minkus.

Alle Veranstaltungen habe der Verein zudem ohne ein finanzielles Minus durchgeführt. Damit könne man beispielsweise kleinere Renovierungen selbst stemmen. Um dauerhafte Öffnungszeiten des Museumsladens zu gewährleisten, fehlen dem Verein allerdings Mitarbeiter. Personal zu finanzieren und zu suchen, sei aber noch Zukunftsmusik, so die Vorsitzende.


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