Museumsfest: Quetschen bis der Most kommt

Zahlreiche Gäste sind am Samstag nach Schwarzbach gekommen, um Saft machen zu lassen. Damit der schmeckt, gibt es einiges zu beachten.

Schwarzbach.

"Sehr lecker!" urteilte Jens Hofmann nach dem ersten Schluck seines eigenen Apfelsaftes. Nur wenige Minuten zuvor hatte er gemeinsam mit Andreas Richter, dem Chef einer Leipziger Garten- und Landschaftsbau-Firma, etwa 100 Kilogramm Äpfel in die mobile Apfelquetsche gefüllt.

Mit Traktor und Anhänger war Jens Hofmann am Samstagnachmittag vom Rittergut Hohnbach bei Colditz zusammen mit seinem Sohn und einem Nachbarsjungen ins Museum Schwarzbach gefahren. Hier fand der Apfelquetschtag statt, bei dem er die am Vormittag gesammelten Äpfel zu Saft pressen ließ. Diese Gelegenheit nutzten auch Mitglieder des Fördervereins des Schwarzbacher Museums. Vereinsmitglieder sowie Familien und Freunde hatten etwa 270 Kilogramm Äpfel gesammelt und freuten sich ebenso über den Apfelsaft. "Der Saft ist absolut Bio, da ist keine Chemie drin", beteuerte Jens Hofmann.

"Bildschön müssen die Äpfel nicht aussehen, sie sollten aber keine faulen Stellen haben und sauber sein", erklärte Richter zu den Anforderungen an das Obst. Damit der Saft noch Süßer werde, könnten beim Auspressen auch Birnen oder Quitten dazu gegeben werden. "Manche unserer Kunden bringen auch gefrorene Aroniabeeren oder anderes Beerenobst zum verfeinern des Saftes mit", verrät Richter. In diesem Jahr seien allerdings etwas weniger Äpfel zu Saft gepresst worden. "Es gibt wegen der Trockenheit einfach weniger Obst", begründet Richter. Für 60 bis 70 Liter naturtrüben Saft würden 100 Kilogramm Äpfel benötigt. Genutzt würde auch der beim Auspressen anfallende Trester, welcher als Tierfutter gefragt sei.

Neben dem Apfelquetschtag am Samstag wurde am Sonntag im Museum Schwarzbach das Erntedankfest gefeiert und der neue Museumsladen eröffnet. In diesem können Besucher Kunst- und Handwerksarbeiten erwerben. Einige der beteiligten Gewerke stellten sich zur Eröffnung vor. Zudem wurde erstmals ein Kuchenwettbewerb durchgeführt. Das Publikum durfte den Kuchen von der Festtagskuchentafel bewerten, für den besten Kuchen gab es den Schwarzbacher Tortenpokal.

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