Museumsmanagerin wird im Herbst Mutter

Für Karolin Kläber, die das Schwarzbacher Haus leitet, wird eine Nachfolge gesucht. Die Gemeinde Königsfeld ist bereits im Kontakt mit Bewerbern.

Schwarzbach.

"Manche Dinge suchen sich den richtigen Zeitpunkt einfach selbst", sagt Karolin Kläber, Managerin des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach, über ihr - unverhofftes - Glück. Die 31-jährige Museologin aus Leipzig erwartet ein Kind, wird im Herbst Mutter. Für die Zukunft des Hauses im Königsfelder Ortsteil muss neu geplant werden.

Kläber ist seit 1. Oktober 2017 Museumsmanagerin. Die Vollzeitstelle ist auf zwei Jahre befristet. 70.000 Euro trägt der Förderverein des Museums, über den Karolin Kläber angestellt ist. Das Geld kommt aus dem EU-Topf "Leader". 30.000 Euro zahlt die Gemeinde. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden", so Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos). Bis Ende Juli soll eine Person gefunden werden, die die Stelle für die Zeit einnehme, in der Kläber nicht zur Verfügung stehe.

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Die Gemeinde lade Bewerber zu Gesprächen ein. Wünschenswert wäre eine Person, die vergleichbare Qualifikationen wie die Museologin hat. Man sei im Kontakt mit mehreren Kandidaten, darunter Interessenten, die sich bereits auf die jetzige Stelle beworben hatten.

Frank Ludwig schätzt die bisher von Karolin Kläber geleistete Arbeit, diese müsse man ihr "hoch anrechnen". Unter anderem ist auf ihre Initiative hin und mit Hilfe des Vereins die Dauerausstellung neu geordnet worden. Neue Informationsschilder sind hinzugekommen und vermitteln Wissenswertes auch ohne Führung. Nicht zuletzt gibt es nun feste Öffnungszeiten des Museums von dienstags bis sonntags. "Seit Saisoneröffnung am 8. April hatten wir 650 Besucher. Bei den Einnahmen haben wir bereits jetzt die Summe des Vorjahres erreicht", so die junge Frau.

Kläber will weiterhin gemäß ihres Konzeptes arbeiten, anstehende Termine und Veranstaltungen werden vorbereitet. "Ich möchte meinem Nachfolger so viele Ergebnisse wie möglich übergeben", sagt sie. Bis Herbst möchte sie noch das Poppitzer Wohnstallhaus - eines von mehreren denkmalgeschützten Häusern des Ensembles - fertigstellen. Darin wird sich alles um das Thema "Kinder auf dem Hof" drehen. Nächste öffentliche Veranstaltung ist das Erntedankfest am 16. September.

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