Nach der Vorburg ist ein Türmchen dran

Seit knapp neun Jahren wird Schloss Rochsburg saniert. Ein weiterer im Mai begonnener Bauabschnitt steht vor dem Abschluss. Kosten: rund 142.000 Euro.

Rochsburg.

Auf der Rochsburg geben sich wieder die Handwerker die Klinken in die Hände. Nachdem bis September vergangenen Jahres Gerüstbauer, Maurer, Maler, Tischler und Klempner an der Südfassade und dem Ostgiebel der Vorburg zu Gange waren, wird nun in einem weiteren Bauabschnitt die Nordfassade des Südflügels in Ordnung gebracht.

Wie das Landratsamt Mittelsachsen mitteilt, werden der Fassadenputz sowie Fenster und Türen in Stand gesetzt. Die Kosten für diesen Bauabschnitt, der voraussichtlich bis Oktober währt, beziffert das Landratsamt auf rund 142.000 Euro.

"Natürlich freue ich mich, dass die Bauarbeiten so kontinuierlich vorangehen", sagt Schlossherr Lutz Hennig. Doch ein Schloss sei aufgrund seiner Größe eine immerwährende Baustelle, weiß er aus Erfahrung. Bei Veranstaltungen müsse man deshalb immer mit einer mehr oder weniger großen Baustelle rechnen. Doch dies hätte, dank auch guter Absprachen mit den Handwerkern, noch nicht zu größeren Beeinträchtigungen geführt.

Der nächste Bauabschnitt ist laut Landratsamt schon geplant: Das kleine Türmchen am Burgeingang, das vor Jahren wegen eines größeren Schadens im Dachbereich der Burg außen vorgelassen werden musste, soll 2019 saniert werden. Der Fördermittelantrag wird nach Angaben von Kreissprecher André Kaiser im September 2018 eingereicht. Aus Hennigs Sicht müssten sich dann in den folgenden Jahren Sanierungsarbeiten im Innenbereich des Schlosses anschließen.

"Das betrifft beispielsweise die Erneuerung der elektrischen Anlagen, den Brandschutz sowie Restaurierungen", sagt er. Der Landkreis lässt die Burg seit knapp neun Jahren sanieren.

Als nächste große Veranstaltung steht dort das dritte Euro-Bean Chocolate Festival vom 3. bis 5. August an. Die Vorbereitungen dafür laufen laut Patrick Walter, Geschäftsführer der Firma Choco del Sol, die das Event organisiert, bereits auf Hochtouren. "Wir freuen uns auf das Festival und darauf, dass wir es auf der Burg und in Zusammenarbeit mit dem Burgteam durchführen können", sagt er.

Es werden 17 Hersteller aus aller Welt erwartet, die Schokolade von der Bohne bis zur Tafel selbst produzieren. Für die gesamte Familie wird zudem ein buntes Programm mit Workshops und Musik angeboten. Und: Naschen ist jederzeit erlaubt.


Untergliederung in Hauptburg, Vorburg und zwei Zwingeranlagen

Die Anfänge der Rochsburg liegen vermutlich um das Jahr 1190. Mehrere schwere Brände zerstörten die Burg teils beträchtlich: 1503, 1547 und 1582.

Die mittelalterliche Untergliederung in Hauptburg, Vorburg und zwei Zwingeranlagen ist noch immer erkennbar. Über eine steinerne Bogenbrücke mit Zugbrücke gelangt man in die Burganlage, die seitlich mit einer zweigeschossigen Rundbastion befestigt ist.

Seit 1911 befindet sich in der Rochsburg ein Museum, früher war dort auch eine Jugendherberge untergebracht und es gab eine Gaststätte im Schlossgelände. Nachdem diese lange Zeit leer stand, zog mit der Firma Choco del Sol im Herbst 2015 wieder Leben ein. In Handarbeit wird dort Schokolade hergestellt. (bp)

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