Nach Sturm: Straße in Tauscha gesperrt

Baum beschädigt Stromkabel - Verdacht auf Tornado nicht bestätigt

Tauscha.

Mit sieben Fahrzeugen und 41 Einsatzkräften machten die Freiwilligen Feuerwehren aus Tauscha, Chursdorf und Penig am Mittwoch bis in den Abend Ordnung im Peniger Ortsteil Tauscha. Ein heftiger Sturm hatte in dem Dorf zahlreiche Schäden verursacht. Von vielen Dächern waren Ziegel herabgestürzt, von etlichen Bäume brachen Äste ab, manche stürzten um.

Weil an der Hofstraße ein umgestürzter Baum eine Stromleitung beschädigt hatte, entschieden die Einsatzkräfte, die Straße für den Verkehr zu sperren, bis die Leitung repariert ist. Wie der Stromnetzbetreiber Mitnetz auf Nachfrage der "Freien Presse" mitteilte, waren in Tauscha rund 180 Kunden kurzzeitig ohne Strom, weil Äste und Bäume in Leitungen stürzten und Leiterseile zusammenschlugen. Zudem habe es einen Blitzschlag in eine Mittelspannungsfreileitung gegeben. "Dementsprechend musste in einer Trafostation repariert werden", heißt es. Die Reparaturen an der Hofstraße würden andauern. Die Straße ist aber mittlerweile wieder befahrbar.


Wie Penigs Gemeindewehrleiter Thomas Cramer berichtete, hatte der Sturm auch andernorts in Penig Schäden verursacht. In Chursdorf wären Bäume ineinander gestürzt und hätten sich in einer Stromleitung verfangen, in Penig sei ein Baum zu etwa zwei Dritteln abgebrochen gewesen und hätte einen Radweg versperrt.

In Tauscha machten am Mittwochnachmittag Gerüchte die Runde, dass ein Tornado durch den Ort gezogen ist. Der Deutsche Wetterdienst erklärte auf Nachfrage der "Freien Presse", dass das zwar nicht völlig auszuschließen sei, dass es auf dem Wetterradar aber keine verdächtigen Signaturen gebe, die auf einen Tornado hindeuten würden. Vermutlich sei der Sturm ein "Downburst" gewesen. Mit diesem englischen Begriff bezeichnen Meteorologen herabstürzende Luftmassen. Ursache sind in der Regel Gewitter. Wenn Regen oder Hagel mit hoher Geschwindigkeit zu Boden fallen, wird Luft mitgerissen. Die weicht dabei seitwärts aus. Sturmböen, die dabei entstehen, können Orkanstärke erreichen.

Dem Stromnetzbetreiber Mitnetz zufolge, war von dem Unwetter nicht nur Penig betroffen. Auch in Döhlen und Milkau seien durch Probleme mit Leitungen rund 1700 Kunden für 15 Minuten ohne Strom gewesen.

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