Nächstes Großprojekt: Knapp 100 neue Hortplätze für Rochlitz

Die Stadt lässt die ehemalige Kfz-Zulassungsstelle an der Poststraße für rund 2,5 Millionen Euro komplett umbauen. Denn die Anzahl der Kinder, die vor und nach der Schule betreut werden müssen, steigt.

Rochlitz.

Rochlitz braucht mehr Platz. Weil die Anzahl der Grundschüler steigt, erhöht sich in den kommenden Jahren auch die Nachfrage nach Betreuungsmöglichkeiten vor und nach dem Unterricht. Mehr Hortplätze werden dringend benötigt. Die will die Stadt an der Poststraße schaffen. Sobald für das Projekt benötigtes Fördergeld da ist, soll der Umbau des Gebäudes Nummer 18/20 starten.

Wie Oberbürgermeister Frank Dehne (parteilos) mitteilte, gibt es in Rochlitz derzeit 256 Hortplätze. 30 davon stellt der Nikolausverein zur Verfügung. Diese Plätze sind ausgebucht. Die übrigen 226 Plätze stehen im Hort "Clara Zetkin" des Deutschen Roten Kreuzes zur Verfügung und sind mit einem Auslastungsgrad von 95 Prozent ebenfalls nahezu belegt. Nach Statistiken der Stadt werden, wie Dehne mitteilte, ab dem Schuljahr 2020/21 in Rochlitz insgesamt 276 Hortplätze benötigt, ein Jahr später 295 und ab dem Schuljahr 2022/23 knapp über 300.


Hinzu kommt, dass die Betriebsgenehmigung für den Hort des Nikolausvereins im Gebäude an der Leipziger Straße nicht verlängert wurde. Laut dem OB liegen die Gründe vorrangig in Belangen des Brandschutzes und Fragen zu den Außenanlagen. Daher soll der Hort umziehen. Die Stadt hat deshalb die frühere Kfz-Zulassungsstelle, die zeitweise als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, gekauft.

Als Hortstandort ist das Gebäude aus Sicht der Verwaltung optimal geeignet. Zum einen gibt es einen direkten Fußweg zum nahegelegenen Schulgelände. Zudem könnten die Außenanlagen künftig von Schule und Hort gemeinsam genutzt werden. Auch die Bibliothek, die zur Zeit saniert wird, Gymnasium und Bürgerhaus sind nicht weit weg.

Laut dem OB wartet die Stadt derzeit noch auf die Zusage für Fördergeld. Denn die prognostizierten Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro kann die Stadt nicht komplett allein stemmen. Der maximale Eigenanteil, der gezahlt werden kann, betrage knapp 840.000 Euro.

Die Stadt hofft, dass der Umbau des Gebäudes im September starten kann. Geplant ist, dass zunächst entkernt wird. Danach wird der Grundriss der Räume verändert, neue Treppenhäuser werden geschaffen und ein Anbau errichtet. Das Erdgeschoss soll barrierefrei zugänglich sein. Hinzu kommt die Gestaltung der Außenanlagen. Nach derzeitiger Planung sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2021 fertig sein.

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