Neue Freizeitstätte sorgt für Kurzweil in den Ferien

Mein Penig: Der Jugend- und Freizeittreff "Waldhaus" hat seinen Dornröschenschlaf beendet und wirbt mit zahlreichen Angeboten. Dabei dürfen die Kinder auch mitreden.

Penig.

Mit Flyern, in Schaukästen, im Amtsblatt und auf Facebook soll auf die Angebote im Peniger "Waldhaus" aufmerksam gemacht werden. Anderthalb Jahre stand die Einrichtung leer. Nun will die Kindervereinigung Leipzig als neuer Träger verstärkt für die neuen Freizeitangebote für Jugendliche von 10 bis 21 Jahre werben. Auch eine Umfrage unter Schülern ist geplant.

"Wir wollen die Kinder nach ihren Vorstellungen und Wünschen befragen und diese nach Möglichkeit auch umsetzen", sagt Hausleiterin Birgit Schneider. Sie war zuvor im Jugend- und Gemeindezentrum Claußnitz eingesetzt und wird nun in Penig von Bettina Quellmalz und Katja Schildhauer stundenweise unterstützt. "Wir haben erst einmal alles wieder einigermaßen auf Vordermann gebracht und neue Computertechnik installiert", berichtet die Projektkoordinatorin der Kindervereinigung, Peggy Kriegenherdt. Auch die Telefonanlage und das Internet mussten erneuert werden.


Bewährte Angebote sollen beibehalten und daran angeknüpft werden. "Aber ich will nicht ein festes Wochenprogramm anbieten, die Kinder sollen sich aktiv beteiligen", betont Birgit Schneider. Vor allem der Computerraum und der Mädchenraum würden viel genutzt und brächten auch unterschiedliche Altersgruppen zusammen.

Vor kurzem wurden drei neue Angebote getestet. "Beim gemeinsamen Kochen bereiteten wir Spaghetti Bolognese zu. Zwölf Schüler einer sechsten Klasse beteiligten sich daran", freut sich Bettina Quellmalz, die ab und zu noch Stammgäste begrüßt, aber auch immer mehr neue Schüler. "Unsere Kinder von früher werden ja älter und kommen nun nicht mehr, wenn sie die Schule beendet haben", berichtet sie. Auch das Herstellen von eigener Knete und ein Grillnachmittag standen bereits auf dem Plan.

Nach wie würden die Räume inklusive der Spielangebote von Schulklassen und Jugendweihevereinen gern angemietet. Auch der Hort, das Fußballcamp und das Feriencamp des Gymnasiums würden diese Möglichkeit nutzen. "Dabei lernen auch neue Schüler unser Haus kennen und kommen dann wieder", weiß die Hausleiterin.

Auch für die Schulferien wurde jetzt ein Angebot erarbeitet: Jeden Mittwoch von 9.30 bis 11.30 Uhr gibt es zum Beispiel ein "Waldhaus"-Frühstück. Donnerstags ist der "Waldhaus"-Spezialitätentag, an dem zwischen 11 und 14 Uhr Marmelade, Kräuter-Öle, Saft und ähnliches hergestellt werden. Am 19. Juli wird von 17 bis 22 Uhr gezockt, das heißt, es wird digital und analog gespielt und geknobelt. Ein besonderes Ereignis wartet am 30. Juli auf alle, die ab 19 Uhr im "Waldhaus" übernachten wollen, denn dort soll es in dieser Nacht spuken.

Schon jetzt bereiten die Verantwortlichen den Tag der offenen Tür am 31. August ab 14 Uhr vor. Sportliche Betätigung mit vielen Spielangeboten stehen auf dem Plan. Auch die Töpfer und Schnitzer, die Räume im "Waldhaus" nutzen, stellen sich vor. Und vielleicht bringt das Akkordeonorchester sogar ein Ständchen. "Wir wollen auf uns aufmerksam machen und zeigen, uns gibt es wieder", sagt Birgit Schneider. Geöffnet ist das "Waldhaus" von montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    VaterinSorge
    28.06.2019

    eine super tolle und wirklich sinnvolle Einrichtung, die Penig seinen Kindern und Jugendlichen anbietet. Wir haben immer gute Erfahrungen damit gemacht, wenn man sich auch als Eltern ein wenig engagiert und seinen eigenen Kindern und deren Freunde diese Art von sinnvoller Freizeitbeschäftigung etwas schmackhaft macht. Ist das Feuer mal entfacht, lodert es nachhaltig und ist für alle eine gewinnbringende Einrichtung, die fast für lau ist. Die Kinder entdecken ihre tatsächlichen Neigungen und Fähigkeiten, festigen ihre soziale Kompetenz, haben viel Spaß und sind meist an der frischen Luft oder an gemeinsamen Projekten beschäftigt. Daher sollten insbesondere die Peniger Eltern mit ihren Kindern dieses Jugend- und Freizeitzentrum der Stadt mit seinem neuen Träger unterstützen, damit es nicht wieder und wieder in Frage gestellt werden muss. Wenn Penig mehr für Familien und Kinder tun möchte, um dem demographischen Wandel entgegen zu wirken, dann müssen alle mithelfen, dass dies auch gelingt. Also, unterstützt diese Einrichtung, denn sie ist einmalig und nur wenige Kleinstädte bieten heute noch so etwas tolles an.



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