Neuer Name für Stadion in Geringswalde wird greifbar

Interessengemeinschaft hat für ihr Vorhaben Unterschriften gesammelt

Geringswalde.

Dass sich die Geringswalder mit den namhaften Bürgern ihrer Stadt sehr verbunden fühlen, ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Turnhalle an der Diesterweg-Grundschule nach der in Geringswalde geborenen erfolgreichen DDR-Sportlerin Roselore Sonntag benannt.

Nun wollen die Geringswalder einem weiteren bekannten Bürger ihrer Stadt ein Zeichen setzen, dem Fußballer Wolfgang Blochwitz. Das Stadion des ortsansässigen Fußballclubs SV 94 könnte in Zukunft den Namen "Rasenballsportstätte am Wald Wolfgang Blochwitz" tragen. Darauf habe sich die Interessengemeinschaft des Vorhabens am Mittwochabend geeinigt, wie der Geringswalder und Linke-Kommunalpolitiker David Rausch erklärte.

Für ihr Vorhaben bereiteten die Geringswalder einen sogenannten Anwohnerantrag vor, den laut Hauptsatzung der Stadt mindestens 376 Befürworter über 16 Jahren unterzeichnen müssen. "Nach aktueller Auszählung haben wir das geschafft", sagt David Rausch. "Bislang haben 482 Befürworter den Antrag unterschrieben. Aber wir wollen weitere Stimmen gewinnen und das Ergebnis in der kommenden Sitzung des Stadtrates präsentieren." Auch darüber, wie eine entsprechende Ehrung im Station aussehen könnte, hat sich die Gruppe bereits Gedanken gemacht. "Wir stellen uns eine gusseiserne Skulptur in Form eines Fußballs vor. Mit einer Inschrift der wichtigsten Erfolge von Wolfgang Blochwitz", so Rausch. Die Gruppe wolle dafür Spendengelder akquirieren.

Wolfgang Blochwitz, 1941 in Geringswalde geboren, spielte in den 1960er und 1970er-Jahren für den FC Carl Zeiss in Jena bei zahlreichen Oberliga- und Europapokalpartien mit. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem FC Jena treu. Der Fußballer verstarb 2005.

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