Neues Kleinlöschfahrzeug an Elsdorfer Feuerwehr übergeben

Nun ist auch die letzte Ortswehr Lunzenaus mit moderner Technik ausgestattet. Bei einem Tag der offenen Tür konnte sie besichtigt werden.

Lunzenau.

Sie waren angesagt, die Fahrten mit dem neuen Kleinlöschfahrzeug beim Tag der offenen Tür der Ortsfeuerwehr Elsdorf am Samstag. Dabei freuten sich nicht nur die Gäste über diese moderne Technik, sondern auch die Kameraden der Feuerwehr, die ihren 26 Jahre alten Robur nun außer Dienst stellen konnten. Mit der Wehr in Elsdorf sind nun alle vier Ortswehren und die Stadtwehr Lunzenaus auf einem sehr guten Ausrüstungstand.

"Wir freuen uns alle sehr über das neue Fahrzeug. Auch unsere Gäste hat die neue Technik interessiert, viele haben sie sich erklären lassen und sind mitgefahren. Das war natürlich vor allem für die Kinder eine große Sache", sagte Ortswehrleiter Mirko Tartsch-Schlimper. Das Kleinlöschfahrzeug, das rund 80.000 Euro gekostet hat, biete Platz für sechs Mann und habe den großen Vorteil, dass ein 500-Liter-Wassertank mit an Bord ist. So könnten kleinere Brände mit diesem Wasservorrat gelöscht werden, ohne dass man erst eine Wasserversorgung aufbauen muss.

Ein weiterer Grund zur Freude für die Elsdorfer Wehr ist, dass über das Förderprogramm "Brücken in die Zukunft" die Fahrzeughalle energetisch saniert werden soll. Bislang herrschen dort drinnen die gleichen Temperaturen wie draußen, was vor allem im Winter problematisch ist. "Wir haben die Halle 1994 aus einfachem Stahlblech errichtet. Für unseren alten Robur waren die Bedingungen nicht so tragisch. Aber nun sollte sie vor allem wegen des neuen Fahrzeugs frostsicher werden", sagt Tartsch-Schlimper.

"Im Laufe der vergangenen Jahre sind alle Wehren technisch aufgerüstet worden, sodass sie nun gut ausgestattet sind. Natürlich bleiben immer Wünsche offen. Aber was erfüllbar ist, wird realisiert", erklärt Lunzenaus Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU). So erhielt die Ortswehr Rochsburg 2010 ein neues Fahrzeug, die von Göritzhain erst im vergangenen Jahr.

Ein ganz großes Projekt war im Jahr 2010 der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Lunzenau. Das 1,3 Millionen Euro teure Projekt wurde vom Land Sachsen mit 906.000 Euro gefördert. Zur Verfügung stehen den Kameraden seither eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen sowie ein zweistöckiges Sozialgebäude mit Bereitschafts- und Versammlungsraum, geräumigen Umkleidemöglichkeiten und einem modernen Sanitärbereich. Zudem gibt es im Erdgeschoss zwei Werkstätten.

Auch im kommenden Jahr sind die Feuerwehren im Haushaltsentwurf der Stadt bereits mit Mitteln für weitere nötige Ausrüstung bedacht. So soll unter anderem laut Hofmann für die Göritzhainer Wehr ein Schlauchboot angeschafft werden.

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