Noch kein Mittel gegen Käferplage

Betrieb darf im Maisfeld nicht gegen Tiere vorgehen

Seelitz/Wiederau.

Zur Bekämpfung der Käferplage in Wiederau und Gröblitz darf die Agraset-Agrargenossenschaft Naundorf in ihren Maisfeldern nicht mit einem Insektenvernichtungsmittel vorgehen. Der Chef der Agrargenossenschaft, Jan Gumpert, hatte sich an das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium mit der Bitte um eine Ausnahmegenehmigung gewandt. Doch die wird es nicht geben, wie ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigt. "Es gab zu dem Thema Gespräche zwischen Ministerium und der Agraset Naundorf. Es gibt kein Insektizid, dass für Maiskulturen zugelassen ist und den Getreidelaufkäfer wirksam eindämmt", erklärt Sprecher Burkhard Beyer.

Aufgrund der aktuellen Wetterlage habe sich die Anzahl der Tiere inzwischen verringert, berichtet die Gröblitzerin Heidi Bemmann. Vor gut zwei Wochen noch krabbelten Getreidelaufkäfer zu Tausenden von den angrenzenden Feldern auf ihr Grundstück. Dennoch landen in den von den Bemmanns aufgestellten Wasserfallen täglich noch immer zwischen 30 und 40 Tiere. Die Sorge, dass mit den nächsten schwülen Tagen auch die Plage zurückkehrt, bleibt.

Die Straßenbeleuchtung, die die Käfer unter anderem anzieht, ist daher bis auf weiteres ausgeschaltet, heißt es aus der Seelitzer Gemeindeverwaltung. (cbo)

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