Organisationstalent dank FSJ

Sie helfen in Kindergärten, gestalten Angebote für Schulkinder, kümmern sich in Krankenhäusern um Patienten und packen im Naturschutz mit an - Freiwillige sind in vielen sozialen Einrichtungen im Einsatz. Die "Freie Presse" stellt engagierte Männer und Frauen vor. Heute: FSJlerin Annabelle Schwichtenberg.

Rochlitz.

Sie kümmert sich um Fangopackungen, hilft Patienten beim An- und Ausziehen, verschickt Einladungen für das Babyschwimmen. Oftmals übernimmt sie den Telefondienst, gibt Auskünfte, vermittelt Termine. Auch Desinfektionen sowie die Vorbereitung der Kurse für die Rückenschule gehören zu ihren Aufgaben. Annabelle Schwichtenberg absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Ambulanten Physiotherapie des Medizinischen Versorgungszentrums Rochlitz der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK). In einem Monat endet ihr Einsatz.

"Ich bereue meine Entscheidung nicht. Die Arbeit ist sehr vielseitig, das kann ich gut gebrauchen für meinen späteren Beruf", sagt die 20-jährige Burgstädterin, die nach ihrem Abitur eine Ausbildung bei einer Krankenkasse beginnen wollte. "Aber es gab zu viele Bewerber", sagt sie. Deshalb informierte sie sich über ein FSJ und wurde zum Vorstellungsgespräch im Bereich "Mensch für Mensch" eingeladen. "Ich wollte nicht in den Kinder- und Jugendbereich, eher in die Pflege oder etwas mit älteren Menschen machen", hatte die junge Frau konkrete Vorstellungen. "Da bot sich die Vermittlung in die Physiotherapie an", erklärt Bianca Mai, Mitarbeiterin im Bereich "Mensch für Mensch". Nach einem Probetag stand für Annabelle Schwichtenberg der Entschluss fest. Seit September 2018 ist sie in der Praxis eingesetzt und fühlt sich sehr wohl. "Ich habe das Organisieren gelernt und bin selbstbewusster und offener im Umgang mit anderen Menschen geworden", schätzt die 20-Jährige ein, die sich nun für ein duales Studium im Gesundheits- und Sozialmanagement entschieden hat. Sie wird während ihrer Praxis in der Verwaltung der LMK arbeiten und in Plauen studieren - drei Jahre lang. Den Freiwilligendienst würde sie sofort weiterempfehlen. "Für Jeden, der nach der Schulzeit keine Ausbildung hat oder Berufserfahrungen sammeln will sowie sich sozial engagieren möchte, ist dies eine sinnvolle lehrreiche Zeit", erklärt Annabelle Schwichtenberg, die während ihres Einsatzes mit ihrem Projekt eine bleibende Erinnerung geschaffen hat. Sie gestaltete den Flur zur Physiotherapie mit kreativen Bildern, auf denen die Angebote der Praxis dargestellt werden. "Annabelle Schwichtenberg kann sehr gut mit Patienten umgehen. Sie ist umsichtig und entlastet uns bei einigen Aufgaben, sodass wir mehr Zeit für unsere Patienten haben", lobt Sylvia Lindner, leitende Physiotherapeutin in Rochlitz.

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