Orgelbauer wird groß gefeiert

Ladegast: 200. Geburtstag gerät zum Dorffest

Von Marion Gründler

Generationsübergreifend und überkonfessionell waren die Feierlichkeiten zum 200.Geburtstag von Orgelbauer Friedrich Ladegast im Zettlitzer Ortsteil Hermsdorf. Pfarrer Klaus Tietze, der die Hermsdorfer Christen im Kirchspiel Waldheim-Geringswalde betreut, zeigte sich hoch zufrieden mit dem Widerhall auf das Programm. Zu Festgottesdienst, Dorfrundgang und musikalischem Gottesdienst waren am Samstag zahlreiche Einwohner gekommen. Das gemeinsame Kaffeetrinken mit rund zwei Dutzend von fleißigen Hermsdorferinnen gebackenen Kuchen sei weiterer Höhepunkt gewesen. "Für das stimmige Gesamtgeschehen möchte ich mich ausdrücklich beim Hermsdorfer Feuerwehrverein, den beteiligten Aktiven und nicht zuletzt exzellenten Kirchenmusikern wie René Michael Röder, Susanne Röder, Gislinde Helmert und Kirchenmusikdirektor Holger Schmidt bedanken", erklärte Tietze.

Gleichwohl lassen es die Hermsdorfer Christen damit nicht bewenden. Denn bereits am kommenden Samstag läutet ein Reisebericht den nächsten und abschließenden Teil der Feierlichkeiten zum Jubiläum ein. "Dafür konnten wir den gebürtigen Geringswalder Jens Kittel gewinnen, der von einer Expedition zum Himalaya und dem zentralasiatischen Gebirge Karakorum berichten wird", kündigte Tietze an. Der Referent wolle mit seinem Vortrag einen Beitrag zum Erhalt des Gotteshauses leisten. Und gemäß dem Anlass werde auch die Ladegast-Orgel wieder erklingen.

Mit ihren Veranstaltungen wollen die Hermsdorfer Christen an Friedrich Ladegast erinnern. Der Orgelbauer wurde am 30. August 1818 in Hermsdorf geboren. Im Alter von 20 Jahren baute er sein erstes Instrument, das in der Dorfkirche Tanneberg steht. Sein Geburtsort erhielt 1884 eine Orgel aus seinen Händen. Eine weitere steht in Geringswalde, die von Alfred Schmeißer wesentlich erweitert wurde. Am 30. Juni 1905 starb Friedrich Ladegast im Alter von 87 Jahren in Weißenfels.

Der Reisebericht von Jens Kittel beginnt am Samstag, 19 Uhr, in der Kirche Hermsdorf. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

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