Penig plant 170.000 Euro für neue Praxis

Der Umbau der ehemaligen Schwesternstation in Langenleuba-Oberhain wird teurer als anfangs gedacht. Doch der Stadtrat hat die Mittel genehmigt.

Penig.

Statt anfangs grob geschätzten 130.000 Euro wird sich die Stadt Penig den Ausbau und die Erweiterung der ehemaligen Gemeindeschwesternstation in Langenleuba-Oberhain nach konkret vorliegenden Planungen nunmehr 175.000 Euro kosten lassen. Angesichts der Notwendigkeit, nach dem Wegfall der langjährigen Arztpraxis künftig wieder eine medizinische Versorgung in dem Peniger Ortsteil anbieten zu können, hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Mehrkosten genehmigt.

Angesichts der Dringlichkeit dieser Umbaumaßnahme wurde das Planungsbüro, welches bereits für die Sanierung der daneben befindlichen Grundschule zuständig ist, auch mit diesem Projekt beauftragt. "Mit den Planern gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit, zudem lassen sich auch Synergieeffekte nutzen", sagte Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU).

Ziel der Stadt ist es, das Gebäude in den Wintermonaten zu sanieren, um es dann als Arztpraxis Anfang April 2020 zu eröffnen. Die Baumaßnahme war notwendig geworden, weil sich die Kreis-Krankenhausgesellschft LMK mit ihren Leistungen aus Langenleuba-Oberhain zurückgezogen und Ende Juli die im Dorf befindliche Außenstelle des Medizinischen Versorgungszentrums Rochlitz geschlossen hatte. Die bis dahin dort tätige Medizinerin Denise Krenz wurde in die Große Kreisstadt Rochlitz abgezogen. Das löste massive Proteste im Ortsteil aus. Bürger sammelten Unterschriften und sprachen sich für einen Weiterbetrieb der Arztpraxis aus. Die LMK lehnte das jedoch ab und begründete dies damit, dringend notwendige Modernisierungsarbeiten nicht durchführen zu können, da ihr das Gebäude nicht gehöre. Die Stadtverwaltung konnte daraufhin den Wechselburger Internist Ludger Mende gewinnen, der ab 1. April in der umgebauten Gemeindeschwesternstation praktizieren will.

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