Penig plant Millionen für Investitionen

Der Haushalt 2019 ist beschlossene Sache. Die Muldestadt kann damit weiteres Geld in die Hand nehmen, um Bauprojekte voranzubringen. Der Breitbandausbau ist dabei der größte Brocken.

Penig.

Mit 16 Millionen Euro Ausgaben und 14 Millionen Euro Einnahmen klafft im Peniger Haushalt für 2019 zwar noch ein Finanzloch. "Er ist aber genehmigungsfähig, und wir hoffen, das Defizit noch ausgleichen zu können", sagte die Leiterin der Finanz- und Bauverwaltung, Manuela Tschök-Engelhardt. "Freie Presse" stellt einige der wichtigsten Investitionsvorhaben vor.

Verbesserung der Breitbandversorgung: Mit rund 9,7 Millionen Euro ist der Ausbau des schnellen Internets die größte Position im Haushaltsplan für dieses Jahr. Betroffen davon sind rund 1300 Anschlussnehmer, sowohl gewerbliche als auch private. "Die ganze Summe wird in diesem Jahr sicher nicht ausgegeben. Doch wir müssen gegenüber dem Fördermittelgeber nachweisen, dass wir genügend Eigenmittel zur Verfügung haben", begründet Tschök-Engelhardt den enormen Betrag. Aktuell laufe die Vorbereitung der europaweiten Ausschreibung der Projektierungsleistungen. Danach würden noch in diesem Jahr das Netz geplant und der Auftrag für die technische Ausrüstung vergeben. Ziel sei es, im Februar nächsten Jahres mit den Baumaßnahmen zu beginnen.

Ausbau der Chursdorfer Straße: In diesem Jahr steht im Ortsteil Chursdorf der Ausbau eines weiteren Straßenabschnitts der Ortsdurchfahrt - vom Ortsende bis zur Anbindung an die Staatsstraße 57 (ehemalige Bundesstraße 95) - im Plan. Am Montag begannen Restarbeiten auf dem ersten Bauabschnitt. Laut Stadtverwaltung soll die Ortsdurchfahrt bis in den Sommer hinein wieder durchgängig befahrbar sein. Nach der Ernte wolle man mit dem zweiten Bauabschnitt starten. Dafür wurde der Förderantrag gestellt. Wie die Kämmerin ankündigte, werde durch die Arbeiten auf dem zweiten Bauabschnitt teils mit größeren Beeinträchtigungen als jetzt zu rechnen sein. Der Ausbau der Straße erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von etwa zwei Kilometern und soll in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Dazu gehören auch zwei Brückenbauwerke, die erneuert werden.

Sanierung der Grundschule Langenleuba-Oberhain: Für die weitere Sanierung der Bildungseinrichtung sind in diesem Jahr 440.000 Euro eingeplant. Mit dem Geld sollen Dach und Fassade in Stand gesetzt werden. "Wir werden zum Teil vor den Sommerferien anfangen, aber den Schwerpunkt der Arbeiten in die Ferien legen", erklärt sie. Es erfolgen zudem Trockenlegungsarbeiten. Das Bad wolle man in einen Lagerraum umbauen. Dort sollen Spielgeräte untergebracht werden. "Den freistehenden Lagerraum wollen wir wegreißen. Das hängt aber von den finanziellen Mitteln ab", erklärt die Finanzchefin.

Sanierung des Kultur- und Schützenhauses: Für die Instandsetzung des Innenbereichs sieht der Haushalt dieses Jahr 538.000 Euro vor. Weitere 186.000 Euro stehen für 2020 im Plan. Für die Planung der Außenanlagen sind in diesem Jahr 22.000 Euro vorgesehen, im Folgejahr dann nochmals 244.000 Euro für die Realisierung. Baustart ist am 25. März. Den Schwerpunkt 2019 bildet die Erneuerung der elektrischen Anlagen, die noch aus den 1950er-Jahren stammen. "Wir holen uns jetzt die Angebote ein, wollen dann mit der ausführenden Firma entscheiden, wie weit wir mit der Elektrik kommen. Auch die Brandwarnmeldeanlage muss erneuert werden", sagt sie. Eventuell wolle man noch in diesem Jahr mit der Sanierung des großen Saals beginnen. Ziel sei, das Kulturhaus Ende Oktober wieder nutzen zu können - vielleicht auch mit einigen Provisorien.

Ausbau der Peniger Straße: Dafür sieht der Plan für dieses Jahr Ausgaben von 760.000 Euro vor und jeweils eine halbe Million Euro für die Jahre 2020 und 2021. "Wir können erst ausschreiben, wenn wir vom Freistaat die Fördermittel bewilligt bekommen haben. Wenn alles klappt, könnte Ende Mai der Ausbau beginnen", so Tschök-Engelhardt.

Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Langenleuba-Oberhain: Für dieses Vorhaben sind in diesem Jahr 150.000 Euro im Haushalt eingeplant. Die Arbeiten, für die die Kommune zuständig ist, sollen begleitend zum Kreisstraßenbau stattfinden. Im ersten Abschnitt sollen auch zwei Haltestellen errichtet werden. Wann der Baustart erfolgt, ist noch nicht klar.

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