Penig rüstet sich für Ausnahmezustand

50 Jahre Fasching - zum Jubiläum gibt es am Sonntag einen großen Festumzug durch die Stadt. Damit alles funktioniert, sollten Besucher einiges beachten.

Penig.

Vor 25 Jahren, als der Faschingsclub Penig (FCP) mit einem Festumzug Jubiläum feierte, herrschten eisige minus 15 Grad. Am Sonntag sollen es sonnige 11 Grad plus werden. Was rund um den großen Umzug anlässlich 50 Jahre FCP zu beachten ist, hat "Freie Presse" zusammengetragen:

Farbenfroher Festumzug: Mit Salutschüssen soll er gegen 14 Uhr an der Bahnhofstraße starten. Etwa 650 Teilnehmer werden mehr als 30 Schaubilder dieses knapp einen Kilometer langen Umzugs, in dem auch 20 Fahrzeuge und ein Boot mitfahren, darstellen.

Mitwirkende: Mitglieder des Faschingsclubs Penig und der Narrenzunft Pflug-Raicher aus der Peniger Partnergemeinde Uttenweiler gestalten die einzelnen Bilder. Auch zehn Faschingsvereine aus Sachsen sowie weitere Vereine aus Penig und den Ortsteilen werden im bunten Festumzug mit vertreten sein und für Stimmung sorgen.

Streckenführung: Der Weg führt von der Bahnhofstraße - Muldebrücke - Brückenstraße - Markt - Lutherplatz - Chemnitzer Straße - Tauschaer Weg - Pestalozzistraße - Robert-Koch-Straße - Scheunenplan zur Zinnberger Straße.

Sicherheitskonzept: Bereits seit Dienstag ist die Strecke durch mehr als 100 Verkehrsschilder gekennzeichnet. Die Stadt Lunzenau hat Penig dabei unterstützt. Der Faschingsclub stellt elf Ordner, die Feuerwehr 28 Kameraden zur Absicherung. Auf dem Markt und an der Busbucht "Drei Lilien" stehen Rettungsfahrzeuge bereit.

Verkehrsregelung: Ab 13.30 Uhr wird die Innenstadt voll gesperrt. Die Einfahrt zur Bahnhofstraße ist ab 12 Uhr nicht mehr möglich. Die Sperrung dauert bis gegen 17 Uhr, da nach dem Umzug die Kehrmaschine fährt. Die Bushaltestellen entlang der gesperrten Straßen werden zwischen 14 und 17 Uhr nicht bedient. Auch in den Haltebuchten an der Chemnitzer Straße gilt Halteverbot. Der Auflösungsbereich wird stadtauswärts zur Einbahnstraße.

Parkplätze: Sie befinden sich im Bereich der Einkaufsmärkte Lidl und Penny (Chemnitzer Straße) sowie Netto und an den Kellerbergen (Leipziger Straße). Die Verwaltung weist darauf hin, dass in Sperrzonen geparkte Fahrzeuge abgeschleppt werden, damit sie den Verkehr nicht behindern und nicht beschädigt werden. Gäste sollten ihre Fahrzeuge auf den ausgeschilderten Plätzen abstellen und das letzte Stück zu Fuß gehen, heißt es.

Zuschauerplätze:Die Tribüne für Ehrengäste befindet sich auf dem Markt. Zuschauer können entlang der Strecke das Treiben beobachten. Eltern sollten auf ihre Kinder aufpassen, damit sie keine Süßigkeiten zwischen den Fahrzeugen aufsammeln und dabei verletzt werden.

Essen und Trinken: Im Aufstellgelände für den Festumzug an der Bahnhofstraße wird an zwei Ständen eine Essen- und Getränkeversorgung angeboten.

Toiletten: Mobile Toiletten befinden sich am Kultur- und Schützenhaus an der Zinnberger Straße sowie an der Aufstellfläche Bahnhofstraße. Auch die stationäre öffentliche Toilette am Rathaus ist am Veranstaltungstag geöffnet.


"Auflagen äußerst hart"

Mike Tauchmann hat als Vorstandsmitglied des FCP die Fäden zur Organisation des Jubiläums-Umzuges fest in der Hand. Uwe Lemke sprach mit ihm.

Freie Presse: Was war notwendig, um einen solchen Festumzug auf die Beine zu stellen?

Mike Tauchmann: In erster Linie ist es viel Zeit, die die Organisatoren für dieses Großereignis geopfert haben. Es mussten sehr viele Anschreiben an die Behörden verfasst werden, es gab mehrere Absprachen mit der Verwaltung und der Feuerwehr, es fanden zahlreiche Beratungen im Rathaus statt - all das war aufwendig und hat alle Beteiligten viel Zeit gekostet. Zeit war der große Faktor, das muss man schon sagen.

Unterscheidet sich dieser Umzug von den vorangegangenen?

Ich denke, dieser Umzug wird alles bisherige übertreffen - sowohl was die Teilnehmerzahl als auch die Bilder betrifft. Der Festumzug wird laut, er wird bunt. Die Vereine wollen Unmengen an Wurfmaterial mitbringen - von der Frisbee-Scheibe über Blumen bis hin zu Süßigkeiten. Die Besucher dürfen gespannt sein.

Welche Schwierigkeiten waren im Vorfeld zu meistern?

Die größten Hürden waren beispielsweise das Sicherheitskonzept mit Genehmigungen vom Landratsamt und Auflagen der Polizei. Da es bereits Umzüge gab, konnte das Bauamt hier und da auf Vorhandenes zurückgreifen. Wir als Verein konnten unsere Datenbanken nutzen. Man muss aber auch sagen, dass die aktuellen Forderungen der Behörden, was Neuerungen und Absicherungen betrifft, teilweise äußert hart waren. ule

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