Peniger Hochrad-Weltmeister strampelt für den guten Zweck

Das Peniger Stadtfest wird am Samstag mit dem traditionellen Städte- wettbewerb eingeläutet. Helmut Arnold hat bereits die ersten Kilometer auf einem E-Bike zurückgelegt und will so 400 Euro für seine Stadt verdienen.

Penigs Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt (links) übergab gestern vor dem Rathaus das E-Bike an Hochrad-Weltmeister Helmut Arnold. Seine Frau Ruth wird ihn auf seiner 100-Kilometer-Tour im Vorfeld des am Samstag stattfindenden Envia-Städtewettbewerbs ebenfalls auf einem Elektrofahrrad begleiten.

Für Sie berichtet: Uwe Lemke

Helmut Arnold musste schmunzeln, als er gestern Morgen vor dem Peniger Rathaus auf ein Elektrofahrrad stieg. Eigentlich ist der 70-Jährige, der im April dieses Jahres auf Bali den Weltmeistertitel im Hochradfahren holte, es gewohnt, sich ausschließlich mit Muskelkraft auf dem Rad zu bewegen. Doch die Herausforderung, mindestens 100 Kilometer mit elektrischer Unterstützung zu radeln, wollte er sich nicht entgehen lassen.

Zur Verfügung gestellt hat das Elektrofahrrad der Energieversorger Envia M. Denn im Vorfeld des Städtewettbewerbes von Envia M und Mitgas, der am Samstag beim Peniger Stadtfestes von 12 bis 18Uhr auf dem Schloßplatz stattfindet, möchte Helmut Arnold 400Euro für 100 zurückgelegte Kilometer für einen guten Zweck einfahren.

"Wir haben spontan Ja gesagt, als wir gefragt wurden, ob wir das machen wollen", sagte gestern seine Frau Ruth, die ihn nicht nur bei seinen wöchentlichen Hochrad-Touren über 60 bis 100 Kilometer auf einem E-Bike begleitet, sondern auch diese Wettbewerbstour mit absolviert. Die 100 Kilometer seien daher kein Thema. "Die schaffen wir, wenn das Wetter mitspielt, an einem Tag", sagte Ruth Arnold und ist optimistisch.

Penigs Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt freut sich über die Bereitschaft der beiden passionierten Radfahrer. Angekurbelt habe das der Vorsitzende des Faschingsclubs Penig (FCP), Mike Tauchmann. Denn auch der Verein habe ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Kilometer beim Städtewettbewerb zurückgelegt werden. "Schließlich soll das zum Stadtfest erradelte Geld einem gemeinnützigen Projekt zur Verfügung gestellt werden", sagte die Stadtsprecherin.

Zur Auswahl stehen neue Kostüme für die Funkengarde. Die neue Bekleidung soll anlässlich des im nächsten Jahr stattfindenden 50-jährigen Bestehens des FCP angeschafft werden. Als zweites Projekt stehe eine neue Beleuchtungsanlage für das Freizeitzentrum Chursdorf und als drittes die Anschaffung eines Sportgerätes für Erwachsene zur Auswahl. Dieses soll auf dem Mehrgenerationenspielplatz neben dem Peniger Rathaus aufgestellt werden. Es soll Eltern sowie Großeltern, die mit ihren Kindern beziehungsweise Enkeln zum Spielplatz kommen, die Möglichkeit zu sportlicher Betätigung bieten. "In welches der drei Projekte das Geld aus dem Städtewettbewerb fließen soll, darüber können die Stadtfestbesucher am Samstag zwischen 12 und 18 Uhr auf dem Schloßplatz abstimmen", so Manuela Tschök-Engelhardt. In dieser Zeit stehen dort jeweils ein Fahrrad für Erwachsene und eins für Kinder bereit. Für das Rad der Großen hätten sich bereits genügend Interessenten gemeldet. Kinder, die zwischen 16 und 18 Uhr mitradeln möchten, können sich noch melden.

Für die Stadt Rochlitz, die auch am Städtewettbewerb teilnimmt und ihre Aktion anlässlich des Händlerherbstes startet, wird heute an OB Frank Dehne ein Elektrofahrrad übergeben. Er will bis zum 14.September darauf 100 Kilometer zurücklegen und so ebenfalls 400 Euro für seine Stadt erkämpfen.

Städtewettbewerb zum 15. Mal - Teilnehmer erradeln Geld für gemeinnützige Projekte

Auf Jubiläumstour: Unter dem Motto "15 Jahre Radeln mit Herz" geht der Städtewettbewerb von Envia M und Mitgas in diesem Jahr auf Jubiläumstour. Zwischen Mai und Oktober treten wieder 25 Kommunen aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an, um Geld für einen guten Zweck zu erradeln.

Muldentalregion vertreten: Aus der Region des Muldentals beteiligen sich die Städte Penig am 8. September beim Stadt- und Brauereifest und Rochlitz am 14. September anlässlich des Händlerherbstes.

Zwei Fahrräder bereit: An den Veranstaltungstagen stehen je ein Erwachsenen- und ein Kinderfahrrad für die Teilnehmer bereit. Innerhalb von sechs Stunden gilt es, so viele Kilometer wie möglich zu erradeln. Die Kommune mit dem höchsten Kilometerstand erhält 8000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt.

Weitere Gewinnprämien: Für den 2. Platz gibt es 6000 Euro, für den 3. Platz 4000 Euro, für den 4. Platz 3000 Euro und für den 5. Platz 2500 Euro. Beim 6. bis 25. Platz gibt es 4 Euro pro erradelten Kilometer. (ule)

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