Peniger mit Traumnoten zieht es vorerst nicht in die weite Ferne

Moritz Haupt ist mit einem Abiturdurchschnitt von 1,1 der Jahrgangsbeste des Freien Gymnasiums in der Muldestadt. Sein Studium wird er an der TU in Freiberg beginnen. Für sein Alter hat er ein nichtalltägliches Hobby.

Penig.

Etwas schade findet es Moritz Haupt schon, dass es keinen Abiball gab und dass auch die schon geplante Abschlussfahrt an die Berliner Seen wegen der Coronakrise ins Wasser fallen musste. Da der 18-jährige Niedersteinbacher gern mit Freunden zusammen ist, wäre es schön gewesen, wenn alle Schüler traditionell noch einmal vereint gewesen wären, bevor sie in alle Himmelsrichtungen auseinandergehen. "Man hat mit denMitschülern einen großen Teil seines Lebens verbracht. Naja, ein Klassentreffen wird es schon mal geben", hofft er.

Generell aber habe Corona seinen schulischen Weg nicht negativ beeinflusst, schätzt er ein. Trotzdem sei es mitunter eine große Herausforderung gewesen, sich zu Hause ständig neu zu motivieren, als gemeinsamer Unterricht wegen der behördlichen Auflagen und Hygieneregeln mehrere Wochen nicht möglich war. Besondere Lieblingsfächer habe er nicht gehabt, gibt er zu. Die Leistungskurse in Mathe und Physik - generell die naturwissenschaftlichen Fächer - hätten ihn aber ganz besonders interessiert. Dass sich sein Fleiß ausgezahlt hat, beweist sein Abi-Zeugnis mit einem Traumdurchschnitt von 1,1. Damit ist er der Beste seines Jahrgangs am Freien Gymnasium Penig.

Welchen Beruf Moritz Haupt einmal ausüben will, das weiß er heute noch nicht so genau. Auf jeden Fall wird er Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Bergakademie Freiberg studieren. "Mit diesem Abschluss ist vieles möglich. Ich bleibe bis dahin immer noch frei in meiner Entscheidung", meint der 18-Jährige. Fest steht für ihn aktuell, dass er weiterhin seiner Heimatregion die Treue halten möchte und an den Wochenenden von Freiberg aus nach Hause fährt.

Mit Niedersteinbach ist Moritz Haupt sehr verbunden. Er fährt in seiner Freizeit gern Fahrrad und hat für sein Alter ein nicht alltägliches Hobby: die Jägerei. "Mein Vater hat mich darauf gebracht. Und so kam es, dass er und ich gemeinsam den Jagdschein gemacht haben", erzählt Moritz Haupt. Das sei in der 10. Klasse gewesen. Da sich die Jägerausbildung über ein Dreivierteljahr hinzog, sei dadurch die Schule nicht zu kurz gekommen. "Es war dennoch alles nicht ganz einfach, denn auch den Abschluss der 10. Klasse schüttelt man nicht so aus dem Ärmel."

Dass er mittlerweile den Jagdschein hat, freut ihn sehr. Denn er sieht darin gleich mehrere Vorteile. "Das Interessante ist, dass man einen Ausgleich zum Alltag hat. Da lässt sich doch mancher Stress abschütteln. Und es ist schön, wenn man das Fleisch nicht im Supermarkt kaufen muss", sagt er. In einen Jagdverein sei er noch nicht eingetreten. "Aber ich denke darüber nach." Da sein Vater Jagdpächter sei, lasse sich alles ganz gut einrichten. Doch nun steht erst mal das Studium an - ein neuer Lebensabschnitt, den er auch meistern möchte.

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