"Pfiffikusland": Partner nähern sich an

Die Geringswalder Kita hat ab Januar das DRK als Betreiber. Noch ist aber vieles offen. So auch, was die Erzieherinnen künftig verdienen.

Geringswalde/Rochlitz.

Losgelöst vom normalen Alltag in der Geringswalder Kindertagesstätte "Pfiffikusland" laufen im Hintergrund die Vorbereitungen für den Trägerwechsel in der Einrichtung an der Erich-Zeigner-Straße. Denn mit Beginn des neuen Jahres löst das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Verein "Lebenshilfe Döbeln" als Betreiber ab.

"Inzwischen haben wir mit jeder der 29 Mitarbeiterinnen Gespräche geführt, sie besser kennengelernt und nach ihren Erwartungen gefragt", beschreibt DRK-Geschäftsführer Andreas Lamm einen von vielen Punkten, die geklärt werden müssten.


Lamm weiß, dass noch viel zu tun ist. Seit Monaten liefen mit dem Arbeitgeberverband die Gespräche zur Änderung des Tarifvertrages. "Es wäre sinnvoll, die Verhandlungen noch in diesem Jahr zu Ende zu bringen", so Lamm. Dem Chef des Kreisverbandes ist bewusst, dass man mit dem Tarifvertrag der Wohlfahrts- und Gesundheitsdienste nicht gerade optimal aufgestellt sei. Immerhin sei etwas in Bewegung. "Doch momentan ist es ein bisschen wie Stochern im Nebel."

Und das ist genau der Punkt, der die Erzieherinnen vom "Pfiffikusland" nervös macht. "Wir verstehen nicht, weshalb sich die Verhandlungen so hinziehen", kritisierte Kita-Chefin Ines Zwinzscher. So lägen noch keine Arbeitsverträge vor, auch keine Tendenzen, was die Frauen beim jeweiligen Stand ihrer Ausbildung und Betriebszugehörigkeit an Entlohnung zu erwarten hätten. "Noch haben wir Hoffnung, dass sich die Bedingungen bessern. Dieser Schwebezustand reibt die Frauen auf. Und trotzdem leistet jede von ihnen hier eine gute Arbeit."

Das Personal der Kita war mit dem Noch-Träger Lebenshilfe schon länger im Gespräch. Tenor war eine Bezahlung, die dem Tarif angenähert ist, der im öffentlichen Dienst gezahlt wird. Die Lebenshilfe ging auf die Forderungen nach besserer Bezahlung nicht ein, beharrte auf das Gleichbehandlungsprinzip aller Angestellten des Vereins. Die Mitarbeiterinnen reagierten Mitte November mit einem Warnstreik. Der zeigte keine Wirkung auf den Träger. Der mit der Stadt Geringswalde bestehende Vertrag wurde von der Lebenshilfe nicht verlängert.

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