Pilze: Am Wochenende gute Chancen auf volle Körbe

Ausgiebiger Regen Anfang der Woche, dann örtlich Schauer und wieder Temperaturen im zweistelligen Bereich - das lässt die Waldfrüchte sprießen. Doch nicht überall wird man fündig.

Geringswalde.

Rotfußröhrlinge, Steinpilze, die ersten Maronenröhrlinge und auf den Wiesen verschiedene Champignonsorten: Die Pilzsaison hat begonnen. Pilzberater Michael Möbius aus Geringswalde sagt Sammlern für das Wochenende gute Chancen voraus. Mit dem Rochlitzer Bergwald, dem Wermsdorfer Forst oder dem Rossauer Wald gebe es in der Region genügend Stellen zum Suchen und Finden. Doch Vorsicht: "Wer sich unsicher ist, ob ein Pilz genießbar ist oder nicht, sollte ihn stehen oder sich beraten lassen", sagt er. Letzteres würden bei ihm viele nutzen. "Bislang sind häufig Champignons zum prüfen gebracht worden", erzählt er. Und das sei auch gut so gewesen, denn er habe etliche der giftigen Karbolchampignons herausgelesen. "Man erkennt sie daran, dass sie sich nach dem Reiben am Hut oder an der Stielbasis schnell leuchtend gelb färben", erklärt er.

Sein Kollege Matthias Eberhardt aus Ringethal bei Mittweida indes warnt vor Kartoffelbovisten. Ihr Genuss sei nicht lebensbedrohlich, könne aber heftige Magen-Darm-Probleme auslösen. Auch den Kahlen Krempling, vor dem schon seit Jahrzehnten gewarnt werde, finde er oft in den Körben von Sammlern.

Was deren Erfolgsaussichten am Wochenende betrifft, so ist er etwas zurückhaltender. Er meint, dass nach der Trockenheit im Sommer noch mehr Regen als der am Montag nötig ist, ehe die Saison richtig startet. Stellenweise sieht er aber doch gute Chancen. "Die Niederschläge waren örtlich sehr verschieden und teilweise auf geringe Flächen begrenzt", sagt er. Dort, wo etwas mehr Regen gefallen ist, könne man auch fündig werden, vor allem, wenn man an schattigen, feuchten Stellen sucht. Riesenschirmpilze hingegen finde man eher an Waldrändern oder auf Lichtungen. "Die Saison ist in den vergangenen Jahren bis in den Oktober, teils November hinein gegangen. Wenn wir wieder solch eine milde Witterung haben, dann ist es möglich, dass sie zwar etwas später beginnt aber dafür länger dauert", sagt Eberhardt.


Pilzausstellung am Torhaus

Pilze verschiedener Sorten kann man sich in einer Ausstellung am

3. Oktober am Bogen des Wechselburger Torhauses anschauen. Dort wird Kreispilzberaterin Sieglinde Köhler Pilze vorstellen und erklären, was man beim Sammeln beachten muss.

In der Zeit von 10 bis 17 Uhr können Pilzsammler ihre Ausbeute von ihr kontrollieren lassen. Zudem ist es möglich, Pilze mitzubringen und bestimmen zu lassen, um welche Art es sich handelt. Die Veranstaltung findet das dritte Mal statt und wurde von Wechselburgs Wanderwegewart Stefan Walther ins Leben gerufen. (bp)

 

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